Erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen bieten die Teiche auch den Hunden und Pferden am LGKS.

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Verschiedene Libellenarten sind an den Naturschutzteichen heimisch.

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Bundesprämienhengst Valentino LGKS genießt den Sommer.

Die Decksaison ist nun vorbei und Bundesprämienhengst Valentino LGKS genießt den Sommer.

Heuernte am LGKS: das artenreiche Bergwiesenheu dient den Landgut-Pferden als Grundlage für die Winterfütterung.

Heuernte am LGKS: das artenreiche Bergwiesenheu dient den Landgut-Pferden als Grundlage für die Winterfütterung.

Aktuelles…

Das Pilotjahr 2013/14 im Neigungskurs Schulwald geht zu Ende

Am von LGKS

Wie schnell die Zeit vergeht: Schon neigt sich das Pilotjahr 2013/2014 des ersten Neigungskurses Schulwald, einer Kooperation des Landgutes Kemper & Schlomski (LGKS) mit der Oberschule „Johann Wolfgang von Goethe“ Pirna (OSGP) dem Ende zu. Gelernt haben wir alle viel dabei – Lehrer und Betreuer ebenso wie die Schüler.

Mit großen Erwartungen sind wir in das Schuljahr gestartet. Zunächst einmal musste sich der neu entwickelte Lehrplan, der in Zusammenarbeit von Bärbel Kemper, Initiatorin des Schulwaldprojektes, ihren forstwissenschaftlichen Mitarbeitern sowie den externen Partnern aus Forst-, Jagd- und Naturschutzbereich entstanden ist, in der Praxis beweisen. Gern hätten wir einen großen Teil der Unterrichtseinheiten im Wald durchgeführt. Aus organisatorischen Gründen war dies leider nicht realisierbar. Daher wurden Alternativen entwickelt, um „den Wald“ z. B. in Form von Naturmaterialien in die Schule zu bringen.

Lawinenschutzwald

Für die Gestaltung des Unterrichts erwies sich eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis als beste Variante. Im Modul „Waldfunktionen“ lernten die Schüler beispielsweise erst die theoretischen Grundlagen eines Lawinenschutzwaldes kennen und bauten anschließend aus Gips, Zeitungspapier und Zahnstochern ein Modell zur Veranschaulichung. Eine selbst ausgelöste „Sandlawine“ zeigte den Schülern deutlich den Unterschied zwischen bewaldeter und unbewaldeter Hangseite.

 

Neben Theorie und Experimenten haben wir auch allerlei handwerklich anspruchsvolle Dinge gefertigt, unter anderem Vogelnistkästen, Pflanzenpressen und Herbarien. Dabei wurden wir von Herrn Klockow, dem Hausmeister, tatkräftig unterstützt. Vielen Dank dafür.

Die absoluten Highlights im Schuljahresverlauf waren mit Sicherheit die drei großen Exkursionen. Zentrale Themen der ersten Erkundungsexkursion im Oktober waren die Bestandsaufnahme der Vegetation im Silvoretum sowie der Beginn der fotografischen Dokumentation an phänologischen Punkten im Schulwaldareal. Diese Dokumentation wird in den kommenden Jahren weitergeführt, um die langfristigen vegetativen Entwicklungsprozesse im Schulwald beobachten zu können. Auch das Suchen und Kartographieren historische Grenzsteine war für die Schüler eine spannende Sache.

 

Exkursion Wild und Jagd

Die zweite Exkursion im November stand ganz im Zeichen von „Wild und Jagd“. Die Schüler des Neigungskurses begleiteten die passionierten Jäger Richard Schwald und Horst Unflath mit ihren Jagdhunden durch den Wald. An mehreren Stationen gewannen sie Einblick in Verhalten und Lebensweise des Wildes, den Beruf des Jägers sowie Sinn und Nutzen der Jagd. Die anschließende praktischen Demonstration der Zusammenarbeit von Jäger und Jagdhund war ein Erlebnis für alle Teilnehmer.

Nach einer ausführlichen Vorbereitung im Unterricht drehte sich die dritte Exkursion rund um den Naturschutz. Die Schüler durchstreiften den Schulwald auf der Suche nach interessanten Pflanzen, die später für ein Herbarium gepresst wurden.

Karl-Heinz Rehn, Exkursionsleiter und Forstwirt a. D., bereicherte die Exkursion mit seinem umfangreichen Fachwissen. Anschließend konnten die Schüler durch das Freischneiden eines zugewachsenen Weges und die dadurch entstandene optimale Besucherlenkung, einen praktischen Teil zum Naturschutz beitragen.

Alles in allem blicken wir auf ein gelungenes erstes Schuljahr zurück. Die Schüler und Schülerinnen des Neigungskurses konnten ihr Interesse für den Wald vertiefen, Einblicke in die ökologischen Zusammenhänge im Wald gewinnen und darüber hinaus praktische Erfahrungen im Forst- und Naturschutzbereich sammeln. Vielleicht wird sich der eine oder andere aufgrund dessen später sogar für einen grünen Beruf entscheiden.

Wir bedanken uns bei der Goethe-Oberschule und dort besonders bei Frau Berthold für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf das nächste Schuljahr.