Auch die Pferde genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen

Frühling 4

Die Kirschblüten locken unzählige Insekten an

Frühling 3

 

In dieser Zeit erstrahlen die Streuobstwiesen im frischen Grün

Frühling 2

 

 

Mit dem Frühjahr beginnt auch die erwartungsvolle Zeit auf die Fohlen
Frühling 1

Aktuelles…

Jeder Schnitt ein Schritt auf dem richtigen Weg – das Seminar für Obstwiesenbewirtschafter

Am von LGKS

Das Interesse an der Nutzung regionaler Streuobstbestände und die Nachfrage nach unbehandeltem und in der Regel schmackhafterem Obst ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Oft sind allerdings die Fachkenntnisse zum richtigen Gehölzschnitt bei Streuobstwiesenbesitzern und/oder -bewirtschaftern nicht mehr, oder nur teilweise vorhanden.

Zum Glück lassen sich diese Wissenslücken dank engagierter Fachleute wie Gartenbauingenieur Holger Weiner und Katrin Müller vom Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz – Osterzgebirge e.V. (LPV) schließen. In ihren vom LPV initiierten Seminaren vermitteln sie umfassende theoretische und praktische Fachkenntnisse rund um den richtigen Schnitt von Obstbäumen. Das Landgut Kemper & Schlomski (LGKS) ist als Kooperationspartner beim Seminar in Großröhrsdorf mit dabei.

Mehr zum Tagesseminar Obstbaumschnitt lesen Sie hier.
Tagesseminar Obstbaumschnitt

Streuobstkids enthüllen neue Lehrtafel auf der Kirschwiese am LGKS

Am von LGKS

Es ist die Abschlussveranstaltung des Ganztagsangebotes „Lebensraum Streuobstwiese“ an der Benjamin-Geißler-Grundschule in diesem Schuljahr. Seit mehreren Jahren vermittelt das Landgut Kemper & Schlomski (LGKS) mit der GS Liebstadt als Kooperationspartner theoretisches und praktisches Wissen rund um diesen wertvollen Lebensraum. Die Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klassenstufe pflanzen und pflegen junge Bäume, gestalten Kirschkernkissen, probieren Rezepte mit Streuobstwiesenfrüchten aus und vieles andere mehr.

Anbringung Insektenhotels

In der letzten Woche vor den Sommerferien wollen sie ihre selbst gebauten Insektenhotels auf der großen Kirschstreuobstwiese am LGKS anbringen. Mit den künstlichen Nisthilfen möchten sie den vorhandenen Lebensraum für Insekten noch vielfältiger gestalten. Außerdem steht die feierliche Enthüllung der neuen Lehrtafel zum Thema „Lebensraum Streuobstwiese“ auf dem Programm.

Gerade haben die „Streuobstkids“ gemeinsam mit Forstwissenschaftlerin Nora Hennig die letzten Insektenhotels angebracht, als Projektleiterin Bärbel Kemper mit einem ganz besonderen Gast eintrifft: Liebstadts Bürgermeister Hans-Peter Retzler. Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert und auch ein bisschen aufgeregt. In allen - zum Teil auch lustigen - Einzelheiten berichten sie dem Bürgermeister, was sie im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Ganztagsangebotes so alles erlebt haben. Dann ist es soweit: Hans-Peter Retzler und Bärbel Kemper lösen das weiße Tuch von der Tafel. Neugierig betrachten die Streuobstkids beide Seiten, lesen die Texte und schauen hinter die Klappen. Vieles wissen sie schon. Spannend und informativ ist die Tafel trotzdem, da sind sich alle einig.

Neben zahlreichen Informationen rund um die Streuobstwiese zeigt sie ein formatfüllendes Wimmelbild, auf dem Wanderer und Spaziergänger zukünftig die Bewohner der Wiese entdecken können. Im inneren eines echten Stammstücks verbergen sich außerdem die Heimstätten von Steinkauz und Eremit. Die Lehrtafel ist Teil der langjährigen Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit am LGKS, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird. Die hohe positive Resonanz durch die involvierten Schulen, die Stadt und natürlich auch unseren Bürgermeister selbst, bestärkt uns in unserer Überzeugung, Kinder und Jugendliche mit praxisorientierten Bildungsangeboten nachhaltig an Naturschutzthemen heranführen zu können.
Enthuellung Lehrtafel Streuobstwiese

Artenvielfalt und Eibenzauber an den Müglitztalhängen

Am von LGKS

Sie fasziniert uns Menschen schon seit der Steinzeit: Die Eibe. Sie gehört zu den ältesten Baumarten der Welt. Bis auf den roten Samenmantel ihrer Früchte sind alle ihre Teile giftig. Ihre Lebenserwartung ist unter guten Bedingungen nahezu unbegrenzt. Diese und zahlreiche weitere botanische und kulturhistorische Besonderheiten jener einzigartigen Bäume sind der Anlass für eine naturkundliche Wanderung, zu der das Landgut Kemper & Schlomski einmal im Jahr alle Natur- und Wanderfreunde einlädt. Ziel ist der größte und älteste Eibenwald Sachsens an den Müglitztalhängen.

Alles zur Wanderung lesen Sie hier.
Eibenwanderung 2017

Wildscheuchenbau beim Naturschutz- und Jagderlebnistag

Am von LGKS

Wie jedes Jahr möchte das Landgut Kemper & Schlomski mit einem Wettbewerb um die schönste Wildscheuche auf das Thema Kitzrettung aufmerksam machen. Jedes Jahr werden bei der Heuernte zahlreiche Rehkitze durch Mähmaschinen schwer verletzt oder gar getötet. Deshalb stellen LGKS-Betriebsleiterin Bärbel Kemper und ihr Team schon seit vielen Jahren am Abend vor der Mahd sogenannte Wildscheuchen in den Grünflächen auf. Durch die Nähe der Menschen und das Rascheln und Klappern der fremden „Gestalten“ beunruhigt, holen die Ricken ihre Jungtiere in der Regel über Nacht aus der betreffenden Wiese, um sie anderswo in Sicherheit zu bringen. Um mit dieser einfachen und effektiven Möglichkeit der Kitzrettung eine größere Öffentlichkeit zu erreichen, findet der Wildscheuchenbau nun schon zum zweiten Mal beim Naturschutz- und Jagderlebnistag des Landschaftspflegeverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge statt.

Alles zur Veranstaltung lesen Sie hier.
Wildscheuchenwettbewerb 2017

Gedanken zum Internationalen Tag des Waldes

Am von LGKS

„Baum und Mensch stehen oder fallen gemeinsam.“
Fred Hageneder (1999)
 
Als „grüne Lunge der Erde“ hat der Wald eine vielschichtige Schutzfunktion für unseren Planeten. Er beeinflusst das globale Klima, reinigt die Luft, schützt die Böden z. B. gegen Schlamm-Lavinen und die Auswaschung von Nährstoffen, sichert den Wasserhaushalt und auch die Wasserqualität der Erde. Er ist Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, und damit unverzichtbar für den Erhalt der Artenvielfalt. Und auch für die Menschen selbst.
 

Tag des Waldes 2017Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der vereinten Nationen hat 1971 den 21. März als Internationalen Tag des Waldes  ins Leben gerufen. Grund dafür war und ist die fortschreitende globale Vernichtung der Wälder. Während wir in Deutschland über eine verhältnismäßig große Waldfläche (ca. 11 Mio. Hektar) verfügen, die tendenziell weiter zunimmt, sieht es weltweit leider ganz anders aus. Verglichen mit den riesigen Ausmaßen der Rodungsflächen in den Urwäldern der Erde fällt das Wachstum der deutschen Wälder kaum ins Gewicht.

Macht es also gar keinen Sinn, hier vor Ort Bäume zu pflanzen, den Wald von Unrat zu befreien oder Biotope anzulegen? Wir sind der Meinung: doch, das tut es auf jeden Fall. Nicht nur, um die Kulturlandschaft, in der wir selbst leben, vielfältiger und lebenswerter für Mensch und Tier zu gestalten, sondern auch, um andere, insbesondere die heranwachsende Generation für das Thema Natur- und Umweltschutz zu sensibilisieren. Wenn wir mit Kindern und Jugendlichen in den Wald gehen, im Rahmen einer Exkursion oder eines praktischen Naturschutzprojektes, so hat dies eine völlig andere Wirkung als ein Lehrbuchkapitel oder eine Broschüre über Klimawandel und Artensterben. Am LGKS können sie den Wald hautnah mit allen Sinnen erleben, Pflanzen und Tiere kennen lernen und selbst dazu beitragen, Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen. Meist wächst daraus neben dem neu gewonnenen Verhältnis zum Wald und dem positiven Ergebnis der Aktion an sich auch die Erkenntnis: Es ist wirklich wichtig und realisierbar, etwas für die Wälder unserer Erde zu tun.

Tag des Waldes 2017Zum Beispiel durch das eigene Konsumverhalten. Der Verzicht auf Produkte, die Palmöl enthalten, trägt unter anderem dazu bei, denn für Palmplantagen werden riesige (Ur-)Waldflächen gerodet. Die Reduzierung des Fleischkonsums bzw. der Kauf beim regionalen Anbieter, der kein Fleisch aus Massentierhaltung mit Futter auf Sojabasis veräußert, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, denn der massive Sojaanbau geht auf Kosten der Urwälder. Holz- und Papierprodukte kann man aus zertifizierten Quellen (FSC- /PEFC-Siegel) beziehen, die auf eine nachhaltige Produktion achten, usw.

Der Internationale Tag des Waldes erinnert uns daran, wie wunderbar und einzigartig unsere Wälder sind, aber auch daran, wie notwendig es ist, sie zu erhalten. Und das weltweit.

 

Artenschutz und Artenvielfalt: jeder kann etwas tun!

Am von LGKS

RotmilanDer 3. März ist der offizielle Welttag des Artenschutzes. Global betrachtet drängen sich beim Gedanken daran zumeist Themen wie: das Schwinden der Regenwälder, die Verschmutzung der Meere oder das Aussterben der Tiger auf. Dabei findet Artenschutz auch direkt vor unserer Haustür, in unserem Garten und unserem täglichen Verhalten statt. Jeder kann in seinem ganz persönlichen Alltag etwas dazu beitragen.

So spielt unter anderem unser Einkaufsverhalten eine wichtige Rolle. Konsumiert man bevorzugt Produkte mit Zertifizierungssiegeln wie FSC und PEFC auf Holz- und Papierprodukten oder MSC bei Fischereiprodukten, so kann man davon ausgehen, Produkte aus nachhaltiger Forst- oder Fischereiwirtschaft zu bekommen. Der Kauf regionaler Lebensmittel vermeidet unnötig lange Transportwege und trägt so zum Klimaschutz bei. Denn nicht zuletzt wirkt sich auch der Klimawandel negativ auf den Erhalt der Artenvielfalt aus. Das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und allgemein sparsam mit Energie umzugehen, sind weitere gute Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen.

Eine sinnvolle Gestaltung des eigenen Gartens kann zahlreichen Tierarten Lebensraum bieten. In Totholz-, Stein- und Laubhaufen finden Eidechsen und kleinere Säugetiere wie Igel oder Mauswiesel Unterschlupf. In den Höhlen überalterter Obstbäume können verschiedene Fledermaus-, Vogel- und Insektenarten eine Heimat finden. Auch das Anbringen von Insektenhotels und Nisthilfen trägt zur Etablierung gefährdeter Tierarten bei.

BlindschleicheZur Sicherung der biologischen Vielfalt in der Region gibt es am Landgut Kemper & Schlomski (LGKS) seit vielen Jahren einen stetig wachsenden Biotopverbund von Streuobstwiesen, artenreichen Grünlandflächen und Teichlandschaften. Die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung trägt zum Erhalt der Lebensräume bei. Viele selten gewordene Tierarten, wie der unauffällig lebende Eremit, die Zauneidechse, der Rotmilan und die Teichralle sind hier zu finden.

Um unsere Erfahrungen zu teilen und den Gedanken an einen gelebten Naturschutz vor Ort weiterzutragen, bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, an verschiedenen Aktionen im Bereich Natur- und Artenschutz teilzunehmen und sich weiterzubilden. Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Bäume für die Zukunft – Zweite Pflanzaktion

Am von LGKS

Es ist geschafft: Mehr als 70 junge Obstbäume bewährter alter Sorten haben dieses Jahr ihren Platz in den wertvollen alten Streuobstbeständen am Landgut Kemper & Schlomski gefunden! Nach der ersten großen Pflanzung im April und einer umfassenden Sanierung des Altbestandes auf der Kirsch-Streuobstwiese im Sommer, werden an zwei Tagen weitere 40 Jungbäume gepflanzt. Diese Aktion bildet den Schlusspunkt im Projekt „Bäume für die Zukunft“ am LGKS.

Wie schon beim Aktionstag im Frühling sind auch dieses mal Naturinteressierte verschiedenster Alters- und Berufsgruppen unter den Teilnehmern am LGKS. So freuen wir uns, unter anderem das Team der Kemper & Schlomski GmbH aus Dresden dabei zu haben. Im Rahmen der Initiative Green Consulting sind die engagierten Unternehmensberater ein weiteres mal für den Naturschutz in der Region am LGKS aktiv.
Auch die Streuobstkids im diesjährigen GTA „Lebensraum Streuobstwiese“ zeigen, was alles in ihnen steckt und packen kräftig mit an.

Den vollständigen Artikel zur Pflanzaktion finden Sie hier.
Pflanzaktion im Herbst

Bat Night - Die Internationale Nacht der Fledermäuse

Am von LGKS

Zur Internationalen Fledermausnacht (Bat Night) , die jährlich am letzten Wochenende im August stattfindet, möchten wir euch die Fledermaus des Jahres 2016 vorstellen, den Großen Abendsegler.


Die Fledermausart mit dem klangvollen Namen ist mit 40 cm Flügelspannweite einer der größten heimischen Arten. Abendsegler sind mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h nicht nur schnell unterwegs, sondern legen auf dem Weg vom Winter- in das Sommerhabitat weite Strecken bis zu  1600 km zurück.
Abendsegler jagen dort, wo sich viele Insekten tummeln. Neben Feuchtgebieten und Flusslandschaften sind sie deshalb  auf beleuchteten Parkplätzen und Straßen zu beobachten. Aufgrund ihrer Größe erjagen sie auch große Beutetiere wie Falter und Maikäfer.
Den Sommer verbringen Abendsegler  in Baumhöhlen (z. B. ausgediente Spechthöhlen oder faulen Bäumen), aufgerissenen Baumstämmen und auch in geeigneten Fledermauskästen. Im  Winterhalbjahr hängen sie dicht zusammengekuschelt  in Baumhöhlen oder in Gebäuden. Dort überstehen Abendsegler, im Gegensatz zu kleineren Fledermausarten,  auch starke Temperaturschwankungen. An warmen Wintertagen sind ihre Sozialrufe schon von weitem zu hören.
Wie viele andere Fledermausarten ist auch der Große Abendsegler in seinem Bestand gefährdet und steht daher auf der Roten Liste. Die Ursachen hierfür liegen meist im Wegfall von geeigneten Sommer- und Winterquartieren, ohne die sich Fledermäuse nicht erfolgreich fortpflanzen können.  Das muss nicht sein, wenn bei Baumfällarbeiten oder Gebäudeumbauten- und Sanierungen Rücksicht auf die Fledermaus genommen wird. Besonders umsichtige Hausbesitzer können sich ihren Einsatz für Fledermäuse mit der Plakette „Fledermaus komm ins Haus“ belohen lassen.


Die Internationale Fledermausnacht soll auf die im Verborgenen lebenden, faszinierenden  Tiere aufmerksam machen. Mit etwas Glück sind die flinken Jäger auch heute in der Dämmerung bei ihrer Jagd in Gärten, Grünanlagen und an Waldrändern zu beobachten. Schaut doch mal nach!

Zeichnung Grosser Abendsegler

Welttag der Umwelt 2016 - Wie geht es dem Graureiher?

Am von LGKS

„Go wild for life – Nulltoleranz für den illegalen Wildtierhandel” ist das diesjährige Motto des Weltumwelttages, der jährlich am 5. Juni begangen wird. Am Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) beteiligen sich 150 Staaten, Deutschland ist seit 1976 dabei. Das Programm versteht sich als "Stimme der Umwelt" und wirbt für den schonenden Umgang mit Ressourcen und einer nachhaltigen Entwicklung.

Graureiher im FlugGraureiher am LandgutteichWildtiere werden oft zum Spielball menschlicher Interessen. Trophäenjagd, illegaler Handel und die Verfolgung aus wirtschaftlichen Gründen bringen noch heute zahlreiche Arten an den Rand der Ausrottung. Durch die Vermittlung von Wissen sowie mit strengen Naturschutzgesetzen und einer konsequenten Verfolgung von Verstößen soll verhindert werden, dass Tierarten von den Landkarten verschwinden. Ein positives Beispiel für diese Bemühungen ist der Graureiher, oder auch Fischreiher, genannte Schreitvogel, der sich immer häufiger auch im städtischen Raum beobachten lässt. Gut zu erkennen ist der auffällig große Vogel im Flug an dem typischen s-förmigen Halsknick. Reiher brüten in gewässernahen Gehölzen und suchen in flachen Gewässern, auf Äckern und Wiesen nach Beute. Dabei ernähren sie sich hauptsächlich von Fisch, jedoch auch von Amphibien, Kleinsäugern, Reptilien und Insekten.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Bestände des Graureihers stetig zurück. Die fortschreitende Industrialisierung ließ Gewässer verschmutzen und mit Flussbegradigungen und der Beseitigung von Feuchtgebieten schrumpften die Nahrungsquellen des Reihers. Auf den verbleibenden Fischereiflächen wurde der vermeintliche Nahrungskonkurrent schonungslos verfolgt, sodass der Fischreiher in den 1960er Jahren kurz vor der Ausrottung stand. Erst durch die Einschränkung beziehungsweise das Verbot der Verfolgung ab den 70er Jahren erholten sich die Bestände. Der europaweit verbreitete Vogel gehört heute zu den nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) besonders geschützten Arten und unterliegt der europäischen Vogelschutzrichtlinie. In 15 Bundesländern ist er daher ganzjährig geschont.

Graureiher im Flug über den Wiesen des LGKSHeute ist bekannt, dass Graureiher nur in flachen Gewässern auf Beutefang gehen und daher in Fischzuchtbetrieben keine nennenswerten Schäden verursachen. Kleine seichte Teiche können erfolgreich durch Netze geschützt werden. An den Naturschutzteichen des Landguts und auf den umliegenden Wiesen ist der Reiher ein Dauergast und lässt sich täglich aus der Nähe beobachten. Der häufige Anblick des Graureihers ist ein Grund zur Freude, zeigt er doch, dass durch Umweltschutzmaßnahmen wie der Renaturierung von Bächen, Teichen und Seen unseren Brutvogelbeständen eine sichere Lebensgrundlage geboten wird.

 

Frühlingspaziergang ins Eibenreich

Am von LGKS

Wer den internationalen Tag der Artenvielfalt (22.05.) in diesem Jahr auf besondere Art und Weise verbringen wollte, musste dazu nicht erst in die Ferne schweifen: An den Müglitztalhängen bei Schlottwitz leben nicht nur zahlreiche bedrohte Tierarten wie die Kleine Hufeisennase, dort befindet sich außerdem das größte und gleichzeitig älteste Eibenvorkommen in Sachsen. Ein guter Grund für Bärbel Kemper und ihr Team vom Landgut Kemper & Schlomski (LGKS), alle Naturinteressierten an diesem Tag zu einem gemeinsamen Spaziergang ins Reich der Eiben einzuladen.

Was die Wanderer dabei erlebt haben, lesen Sie hier.
Eibenwanderung mit Forstwissenschaftlerin Kerstin Heyne