Erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen bieten die Teiche auch den Hunden und Pferden am LGKS.

Erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen bieten die Teiche auch den Hunden und Pferden am LGKS.

Verschiedene Libellenarten sind an den Naturschutzteichen heimisch.

Verschiedene Libellenarten sind an den Naturschutzteichen heimisch.

Bundesprämienhengst Valentino LGKS genießt den Sommer.

Die Decksaison ist nun vorbei und Bundesprämienhengst Valentino LGKS genießt den Sommer.

Heuernte am LGKS: das artenreiche Bergwiesenheu dient den Landgut-Pferden als Grundlage für die Winterfütterung.

Heuernte am LGKS: das artenreiche Bergwiesenheu dient den Landgut-Pferden als Grundlage für die Winterfütterung.

Aktuelles…

Streuobstwiesen-Wettbewerb 2015 – Wir sind prämiert!

Am von LGKS

Jährlich im Spätsommer, wenn die letzten Äpfel reifen, findet in Dippoldiswalde-Ulbersdorf das Streuobstwiesenfest des Landschaftspflegeverbands Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. statt. Zahlreiche Aussteller zu naturschutzfachlichen Themen lockten am 27. September eine große Besucherschar auf den Hof des Landschaftspflegeverbands.
Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eine Prämierung beim ausgelobten Streuobstwiesen-Wettbewerb, diesmal für die jungen Streuobstbestände am Landgut. Das sagt die Jury zu unserem Streuobstbiotop:

„Rund um ihren historischen Dreiseithof erhält und entwickelt Familie Kemper und Schlomski ein mehr als 2 ha großes Mosaik aus alten Streuobstbeständen und zahlreichen neu angelegten Biotopen ... insgesamt finden sich in Alt- und Neubeständen zusammen über 40 Arten in der Krautschicht! Die gestaffelte Mahd des Frischfutters für die Pferde macht einige artenreiche Wiesen als Lebensraum für Tagfalter, Heuschrecken und zahlreiche andere Kleinlebewesen besonders wertvoll ... mit Holzansammlungen, Steinhaufen, Nistkästen und Insektenhotels wurden zahlreiche Ersatzlebensräume für eine Vielzahl von Tierarten geschaffen. Die Anlage der neuen Pflaumenwiese, der Apfelallee und weiterer Obstwiesen erfolgte vorbildlich mit sehr gut gepflegter, gemulchter Baumscheibe, Verbissschutz und Baumpfahl ... Wir danken Familie Kemper und Schlomski und den FÖJ-lern Anna Kluge und Sophie Richter, herzlich für die engagierte Neugestaltung eines Biotopverbundes aus Streuobstwiesen, Alleen und Kleingewässern und ihren aktiven Beitrag zur biologischen Vielfalt der Kulturlandschaft im sächsischen Hügelland!“
Die glücklichen Gewinner des Streuobstwiesen-Wettbewerbs 2015

Entdeckungen im Eibenreich - Die Naturkundliche Wanderung 2015

Am von LGKS

Die Eibe, eine der ältesten Baumarten dieser Erde bildete den Schwerpunkt der diesjährigen Naturkundlichen Wanderung. Sie wächst langsam, harrt geduldig im Schatten von Konkurrenten aus und überdauert hunderte von Jahren an einem Standort. Grund genug, die sagenumwobenen aber nur noch selten gesehenen Bäume näher zu betrachten. Was die Natur am Lederberg noch zu bieten hat, lesen Sie im Artikel zur Wanderung.

Die Wandergruppe an der Schlottwitzer Eibe

Ein Stall voller Glücksbringer

Am von LGKS

Elegant sehen sie aus, mit ihrem tief gegabelten Schwanz, der schlanken Erscheinung und dem metallisch glänzenden Federkleid und einem unverwechselbaren kastanienbraunen Fleck an der Kehle – die Rauchschwalbe.

Ihr hoher melodischer Gesang ist in den Sommermonaten vielerorts zu hören, denn Schwalben leben in den von Wiesen, Teichen und Bauernhöfen geprägten Kulturlandschaften in ganz Europa. Nur über die Wintermonate zieht es den Nationalvogel Estlands in wärmere Gefilde nach Afrika, Indien und in den Iran. Rauchschwalbe im Stutenstall des LGKS  Fluginsekten sind die Nahrungsgrundlagen von Schwalben und so entstand die altbekannte Bauernweisheit „Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen. Fliegen die Schwalben in den Höh’n, kommt ein Wetter, das ist schön“. Die vom Hochdruckwetter erwärmten Luftmassen befördern die Insekten nach oben und die Schwalben folgen ihrer Nahrungsquelle. Aber auch in diesem Fall gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Seit vielen Jahren macht die intensive Landwirtschaft in Westeuropa den nützlichen Mückenjägern jedoch stark zu schaffen. Kleine ländliche Betriebe verschwinden aus der Landschaft und damit auch die Nistplätze und Nahrungsgrundlage der Schwalben. Auch versiegelte Flächen stellen ein Problem dar, denn nur auf naturbelassenen, unbefestigten Wegen finden Schwalben ausreichend Lehm zum Nestbau. Auch vor der (unter Strafe stehenden) mutwilligen Zerstörung der Brutplätze sind die Vögel nicht sicher. In Deutschland wurde die Rauchschwalbe daher in die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel aufgenommen. Deshalb freut es uns besonders, jedes Jahr ein paar Nester mehr auf den Dachbalken in Scheune und Offenställen am Landgut zu entdecken.

Schwalbennest im Stutenstall des LGKSJeder kann einen Beitrag leisten, die Brutvogelbestände zu schützen, z.B. beim nächsten Einkauf. Ein Verzicht auf Biozid- und Düngemittel, wie von vielen Biobetrieben angestrebt, fördert den Insektenreichtum und damit die Vogelpopulation. Schwalben gelten als Glücksboten und auch wenn Vogelkot am Haus ein weniger glücklicher Umstand ist, so gibt es dafür eine einfach Lösung: Ein Brett in einem halben Meter Abstand unter den Nestern befestigt, fängt die Kleckerei auf. Wer die Schwalben zu sich ans Haus holen möchte, kann ihnen den Start mit den im Handel erhältlichen Nisthilfen erleichtern oder mögliche Nistplätze in Schuppen und Ställen mit einer Einflugmöglichkeit versehen. Auch bei Neubauten können Nistmöglichkeiten eingeplant werden. Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen gibt es hier zum Download.

So sehen Sieger aus! – Euer Einsatz für den Wildschutz wird belohnt

Am von LGKS

Die Resonanz zu unserem Wildscheuchenwettbewerb am letzten Mai-Wochenende war überwältigend. Enthusiastische Liebstädter Kinder und Jugendliche gestalteten allein oder im Team mit ihren Familien die lustigsten, elegantesten und originellsten Scheuchen im ganzen Landkreis. Das Ziel: Rehkitze schützen. Die Scheuchen haben in den letzten Wochen bei der Heuernte auf den Wiesen des Landgutes bereits ganze Arbeit geleistet und es wurde kein Kitz vermäht.
Unsere Fjordpferde haben sich längst an die merkwürdigen Gestalten gewöhnt und das Team des LGKS war vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen so begeistert, dass spontan beschlossen wurde, alle Teilnehmer zum Ponyreiten einzuladen. In den ersten zwei Ferienwochen freuen sich unsere Fjordpferde auf den Besuch der fleißigen Wildretter. Je nach Alter und Vorkenntnissen gibt es dann eine Reit-bzw. Longenstunde, oder geführtes Ponyreiten über die Wiesen am Landgut.

Das Wildschutz-Team vom Landgut agiert als Jury für den Wildscheuchenwettbewerb.

Kinder retten Kitze - der große Wildscheuchenwettbewerb 2015

Am von LGKS

Auf dem Kinderfest in Liebstadt sah man am vergangenen Wochenende Kinder, Jugendliche und Erwachsene Stroh in Hosen stopfen, Besen bemalen und Flatterbänder und Blechdosen an großen Holzkreuzen befestigen. Das bunte Treiben lockte zahlreiche Besucher zum Stand des Landguts, wo sie Näheres zum Sinn und Zweck von Wildscheuchen erfuhren. Die entstandenen Scheuchen können sich sehen lassen und das lesen Sie hier.

Tierschützer gesucht beim Wildscheuchen-Wettbewerb

Am von LGKS

Das Gras steht brusthoch und das Wetter ist trocken. Ein idealer Zeitpunkt für die erste Wiesenmahd. Doch die Landwirte stehen vor einem Dilemma. Im Mai und Juni legen Rehe ihre Kitze im Schutz der hohen Wiesen ab. Da die jungen Rehe sich bei Gefahr an den Boden drücken statt zu fliehen, besteht die Gefahr, dass sie beim Mähen verletzt oder getötet werden. Neben dem Absuchen der Wiesen schaffen sogenannte Wildscheuchen Abhilfe. Die großen Gestalten, welche zwei Tage vor der Mahd aufgestellt werden, signalisieren den Ricken Gefahr und veranlassen sie, ihre Jungen aus den Wiesen zu holen und an einem anderen Ort zu verstecken.
Deshalb ruft das Landgut Kemper & Schlomski einen Wettbewerb um die schönste Wildscheuche aus. Alle kleinen und großen Tierschützer sind aufgerufen sich an der Aktion zu beteiligen. Die drei schönsten Scheuchen werden mit einer Reitstunde auf den Fjordpferden des Landgut belohnt!

Um eure Scheuche möglichst individuell zu gestalten, könnt ihr selbst Bastelmaterial mitbringen, z. B. alte Kleidungsstücke, Blechdosen, Tontöpfe, Stoffstreifen, Naturmaterial u.v.m..

Zum Kinderfest in Liebstadt bringen wir natürlich auch das allseits beliebte Blätter-Quiz und Tiergewichte-Spiel mit. Auch kleine Insektenhotels zum mit nach Hause nehmen können befüllt werden. Wir freuen uns auf euch!

Wann? Samstag, 30.05.2015 | ab 10 Uhr

Wo? Auf dem Gelände des Elisabethbad zu Liebstadt

 

Der Tag des Artenschutzes im Wonnemonat Mai

Am von LGKS

Am 22. Mai jährte sich der Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt zum fünfzehnten Mal. Passend dazu fand im Schulwald des LGKS unsere Naturschutzexkursion mit Forstwirt a. D., Karl-Heinz Rehn statt. Was es neben Braunfröschen im Hangschluchtwald der Müglitztalhänge noch zu entdecken gab und wie die Schüler mit viel Freude und Enthusiasmus selbst für den Artenschutz ans Werk gingen, lesen Sie bald an dieser Stelle.

Gedanken zum Tag des Baumes

Am von LGKS

Im tiefen „Tann“ ist sie zu finden, die Weiß-Tanne, oder etwa nicht? Viele Wanderer meinen auf dem Waldboden Tannenzapfen zu finden. Auch als Weihnachts-oder Tannenbaum glaubt jeder sie zu kennen und doch ist sie die schöne Unbekannte unserer Wälder. Zum Tag des Baumes am 25. April nutzen wir deshalb die Gelegenheit und erinnern an den Baum des Jahres 2004.
In Mittel- und Südosteuropa findet man Abies alba überall dort, wo keine klimatischen Extreme vorherrschen. Als Baumart der Bergmischwälder kann die Weiß-Tanne bis zu 600 Jahre alt werden. Die helle weiß-graue Rinde gab der Baumart ihren Namen. Aber wo liegt nun der Unterschiede zwischen Tanne und Fichte?

Sieht man sich die weichen Tannennadeln genau an, so scheinen sie mit einem kleinen Saugnapf am Trieb befestigt zu sein. Die Nadeln der Ficht hingegen sind spitz und so mit dem Zweig verwachsen, dass nicht wie bei der Tanne eine glatte Abrissstelle entsteht, sondern ein Rindenfähnchen an der Nadel verbleibt. Nur Fichte und Kiefer lassen ihre Zapfen als Ganzes vom Baum fallen. Tannenzapfen sind deshalb nie am Waldboden zu finden. Sie stehen aufrecht am Zweig bis die Zapfenschuppen über den Herbst und Winter langsam zerfallen und so die Samen freigeben. Blickt man in die Kronen alter Bäume, stellt man fest, dass die Fichte bis ins hohe Alter ihre schlanke Spitze behält, während die Tannenkrone sich rundet.

Einst war der Schwarzwald für seinen Tannenvorkommen bekannt. Wilhelm Hauff  verewigte die sagenumwobenen Wälder in seinem Märchen „Das kalte Herz“. Doch die Zeit als „Holländertannen“ für den Schiffsbau vom Schwarzwald in die Niederlande geflößt wurden sind vorbei. Die Tanne ist selten geworden und in einigen Bundesländer sogar vom Aussterben bedroht. Die übrig gebliebenen Bestände sind in ihrem Vermehrungspotential eingeschränkt. Möchte man die Weiß-Tanne wieder ansiedeln, gelingt das nur über Saat oder Pflanzung, wie im Wald des LGKS.

Vor einem Jahr kehrte die Tanne an die Schlottwitzer Hänge zurück und hat sich zum Teil prächtig entwickelt. Exemplare an lichtbegünstigten Standorten waren bereits im letzten Sommer den Kürassieren entwachsen, andere hatten weniger Glück. Trotz Einzelschutz waren einige Tännchen so stark verbissen, dass Anfang April eine Nachpflanzung erfolgte. Zusätzlichen Schutz bieten nun Kunststoffmanschetten an der Terminalknospe, die für das das Höhenwachstum des Baumes entscheidend ist. Damit auch der Feldhase, welcher öfter im Wald des LGKS gesichtet wurde, keine Gelegenheit mehr hat die Triebe der Tannen abzufressen, sind die Kürassiere nun mit engmaschigen Draht versehen. Zwar kann die Weiß-Tanne lange im Bestandesschatten ausharren aber für ein optimales Wachstum braucht auch sie Licht. In den Sommermonaten stehen daher wieder Pflegemaßnahmen an um das Lichtregime optimal zu gestalten. Damit kein Bäumchen übersehen wird, sind die Kürassiere mit gelben Fähnchen ausgestattet, die durch das grüne Laub gut auszumachen sind. So ausgestattet, können die Weiß-Tannen optimal in die warme Jahreszeit starten.
Artikel, Termine und Aktionen zum aktuellen Baum des Jahres, dem Feld-Ahorn, finden Sie hier.

Streuobstpflege am LGKS

Am von LGKS

Bevor die Natur erwacht und die Bäume beginnen ihre Knospen zu öffnen, war es höchste Zeit den Obstbäumen am Landgut Kemper & Schlomski einen passenden Erziehungsschnitt zu geben. Dieser ist nötig, damit die Bäume Früchte statt Holzmasse bilden. Anders als bei Waldbäumen ist dazu ein regelmäßiger Eingriff in das Wuchsverhalten notwendig. Wird ein Obstbaum korrekt verschnitten, ist nach etwa fünf Jahren die erste Ernte zu erwarten.

Anna-Karina verschneidet unter Anleitung von Herrn Albani ObstbäumeBei schönsten Frühlingswetter bekamen wir professionelle Unterstützung durch Herrn Albani, der über 100 der LGKS Obstbäume in Form schnitt. Vor allem die dicht gewachsenen Pflaumenbäume benötigten Aufmerksamkeit. Bilden Obstgehölze zu viele vertikale (vegetative) Triebe, beschatten diese die fruchttragenden Äste und schmälern die Ernte oder verhindern diese sogar. Nur an den horizontal wachsenden Ästen mit Kurztrieben und rundlichen Knospen trägt der Obstbaum Früchte, welche zum Reifen reichlich Licht benötigen. Eine gut „durchlüftete“ Krone hält keine Feuchtigkeit und bildet damit ein ungünstiges Klima für Pilze.

Bärbel Kemper entfernt Misteln aus einem alten ApfelbaumNicht in jedem Fall entwickelten sich die Bäume im letzten Jahr wie geplant. Ein rigoroser Rückschnitt kann helfen, um den Baum zur Bildung neuer Zweige anzuregen, aus denen dann die gewünschten fruchttragenden Äste entwickelt werden. Jeder Baum ist vor dem Schnitt individuell zu betrachten und das Vorausdenken über längere Zeiträume ist für jeden Baumpfleger eine Herausforderung.

Neben dem Rückschnitt wurden aus den alten Apfelbäumen Misteln entfernt. Der Schmarotzer schädigt junge vitale Bäume erst, wenn er in größeren Mengen auftritt, Bäume in der Alterungsphase haben jedoch Schwierigkeiten ihre Lebensvorgänge aufrecht zu halten. Sie bilden nur noch wenige Triebe und auch die Fruchtproduktion lässt langsam nach. Misteln als Wasser- und Lichtkonkurrent bedeuten eine zusätzliche Belastung, die durch entsprechende Pflege vermieden werden kann. Besonders alte Bäume mit ihren Höhlen und der blättrigen Borke sind Lebensräume, die es zu erhalten gilt.

Zu viert ging die Arbeit an diesem Tag leichter von der Hand. Sowohl Bärbel Kemper und Tochter Anna-Karina, als auch FÖJlerin Sophie packten tatkräftig mit an. Bald verwandeln sich die Obstwiesen in ein Blütenmeer und vielleicht trägt der ein oder andere junge Baum in diesem Sommer bereits Früchte.

Artenschutz – Eine Gemeinschaftsaufgabe

Am von LGKS

Am 3. März ist der Tag des Artenschutzes – ein guter Zeitpunkt um zu überlegen, was wir für schutzbedürftige Tier- und Pflanzenarten tun können.
Seit nunmehr zehn Jahren bemüht sich das Landgut Kemper & Schlomski um eine ökologische Bewirtschaftung seiner forstwirtschaftlichen Flächen, von denen große Teile zum FFH-Gebiet Müglitztal gehören. Diverse Lebensraumtypen - vom Schlucht- und Hangmischwald bis zum Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation - bereichern dieses Gebiet und sind Habitate für seltene und schutzbedürftige Arten. Zu den Bewohnern zählen zum Beispiel die beiden Fledermausarten Großes Mausohr (Myotis myotis) und die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros). Noch befinden sich die nützlichen Jäger in ihren Winterquartieren. Doch sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, beziehen die geschickten Flieger ihre Sommerhöhlen im Wald. Höhlenbäume jedoch sind selten in unserer Landschaft. Sie entstehen, wenn Bäume noch während der Alterungs- und Zerfallsphase im Wald belassen werden. Im Wirtschaftswald wird der Baum aber genutzt, bevor die Absterbeprozesse einsetzten und so das Holz entwertet wird. Nun kann man zwar, wie es im LGKS Wald geschieht, sogenannte Habitatbäume im Bestand belassen, doch bis die Höhlungen im Stamm entstehen, vergeht mitunter ein Menschenleben. Was ist also zu tun um diese Zeit zu überbrücken? Im Rahmen der 48h-Aktion im Schulwald sind 20 Fledermauskästen entstanden, die nun als Ersatzquartier dienen. Diese wurden in den letzten Tagen kontrolliert, damit sie im Frühjahr bezugsfertig sind.
Auch andere Tierarten profitieren von Quartieren aus Naturmaterial. So entstanden über die Jahre Stein- und Totholzhaufen für Insekten, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger sowie kleine und große Insektenhotels für solitär lebende Bienen und Wespen.Aber man muss kein Waldbesitzer sein, um erfolgreich Artenschutz zu betreiben. Gerade Städte sind ein idealer Rückzugsraum für Arten, welche in der zumeist intensiv bewirtschaften Wald- und Feldflur keine Bleibe finden. Kleine Insektenhotels haben an jedem Fenster oder Balkon Platz. Gartenbesitzer können sogar noch kreativer werden und Wohnraum für Nützlinge wie Erdhummeln, Ohrwürmer und Florfliegen schaffen. Manchmal braucht es nicht mehr, als ein paar „Schmutzecken“ auf dem Grundstück nicht zu beräumen. Unter Reisig, Steinhaufen und Holzstapeln fühlt sich zum Beispiel das Mauswiesel wohl. Der flinke Räuber hält die Mäusepopulation in Schach, wenn man ihm einige Verstecke lässt.

Naturschutz muss nicht teuer sein! Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten um unsere Umwelt etwas grüner zu gestalten. Der Tag des Artenschutzes ist hierfür ein guter Anstoß.

Fledermauskästen im Schulwald des LGKS