Unsere Pferde werden liebevoll betreut und tiergerecht ausgebildet.

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Umweltbildung

Mit vielfältigen Naturschutzprojekten leisten wir einen wertvollen Beitrag der Kinder- und Jugendbildung in der Region.

Zu unseren Naturschutzflächen gehören Streuobstwiesen mit alten Obstsorten, Waldhabitate, Naturschutzteiche sowie artenreiches Grünland.

Zu unseren Naturschutzflächen gehören Streuobstwiesen mit alten Obstsorten, Waldhabitate, Naturschutzteiche sowie artenreiches Grünland.

Aktuelles…

Artenschutz und Artenvielfalt: jeder kann etwas tun!

Am von LGKS

RotmilanDer 3. März ist der offizielle Welttag des Artenschutzes. Global betrachtet drängen sich beim Gedanken daran zumeist Themen wie: das Schwinden der Regenwälder, die Verschmutzung der Meere oder das Aussterben der Tiger auf. Dabei findet Artenschutz auch direkt vor unserer Haustür, in unserem Garten und unserem täglichen Verhalten statt. Jeder kann in seinem ganz persönlichen Alltag etwas dazu beitragen.

So spielt unter anderem unser Einkaufsverhalten eine wichtige Rolle. Konsumiert man bevorzugt Produkte mit Zertifizierungssiegeln wie FSC und PEFC auf Holz- und Papierprodukten oder MSC bei Fischereiprodukten, so kann man davon ausgehen, Produkte aus nachhaltiger Forst- oder Fischereiwirtschaft zu bekommen. Der Kauf regionaler Lebensmittel vermeidet unnötig lange Transportwege und trägt so zum Klimaschutz bei. Denn nicht zuletzt wirkt sich auch der Klimawandel negativ auf den Erhalt der Artenvielfalt aus. Das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und allgemein sparsam mit Energie umzugehen, sind weitere gute Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen.

Eine sinnvolle Gestaltung des eigenen Gartens kann zahlreichen Tierarten Lebensraum bieten. In Totholz-, Stein- und Laubhaufen finden Eidechsen und kleinere Säugetiere wie Igel oder Mauswiesel Unterschlupf. In den Höhlen überalterter Obstbäume können verschiedene Fledermaus-, Vogel- und Insektenarten eine Heimat finden. Auch das Anbringen von Insektenhotels und Nisthilfen trägt zur Etablierung gefährdeter Tierarten bei.

BlindschleicheZur Sicherung der biologischen Vielfalt in der Region gibt es am Landgut Kemper & Schlomski (LGKS) seit vielen Jahren einen stetig wachsenden Biotopverbund von Streuobstwiesen, artenreichen Grünlandflächen und Teichlandschaften. Die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung trägt zum Erhalt der Lebensräume bei. Viele selten gewordene Tierarten, wie der unauffällig lebende Eremit, die Zauneidechse, der Rotmilan und die Teichralle sind hier zu finden.

Um unsere Erfahrungen zu teilen und den Gedanken an einen gelebten Naturschutz vor Ort weiterzutragen, bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, an verschiedenen Aktionen im Bereich Natur- und Artenschutz teilzunehmen und sich weiterzubilden. Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Bäume für die Zukunft – Zweite Pflanzaktion

Am von LGKS

Es ist geschafft: Mehr als 70 junge Obstbäume bewährter alter Sorten haben dieses Jahr ihren Platz in den wertvollen alten Streuobstbeständen am Landgut Kemper & Schlomski gefunden! Nach der ersten großen Pflanzung im April und einer umfassenden Sanierung des Altbestandes auf der Kirsch-Streuobstwiese im Sommer, werden an zwei Tagen weitere 40 Jungbäume gepflanzt. Diese Aktion bildet den Schlusspunkt im Projekt „Bäume für die Zukunft“ am LGKS.

Wie schon beim Aktionstag im Frühling sind auch dieses mal Naturinteressierte verschiedenster Alters- und Berufsgruppen unter den Teilnehmern am LGKS. So freuen wir uns, unter anderem das Team der Kemper & Schlomski GmbH aus Dresden dabei zu haben. Im Rahmen der Initiative Green Consulting sind die engagierten Unternehmensberater ein weiteres mal für den Naturschutz in der Region am LGKS aktiv.
Auch die Streuobstkids im diesjährigen GTA „Lebensraum Streuobstwiese“ zeigen, was alles in ihnen steckt und packen kräftig mit an.

Den vollständigen Artikel zur Pflanzaktion finden Sie hier.
Pflanzaktion im Herbst

Bat Night - Die Internationale Nacht der Fledermäuse

Am von LGKS

Zur Internationalen Fledermausnacht (Bat Night) , die jährlich am letzten Wochenende im August stattfindet, möchten wir euch die Fledermaus des Jahres 2016 vorstellen, den Großen Abendsegler.


Die Fledermausart mit dem klangvollen Namen ist mit 40 cm Flügelspannweite einer der größten heimischen Arten. Abendsegler sind mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h nicht nur schnell unterwegs, sondern legen auf dem Weg vom Winter- in das Sommerhabitat weite Strecken bis zu  1600 km zurück.
Abendsegler jagen dort, wo sich viele Insekten tummeln. Neben Feuchtgebieten und Flusslandschaften sind sie deshalb  auf beleuchteten Parkplätzen und Straßen zu beobachten. Aufgrund ihrer Größe erjagen sie auch große Beutetiere wie Falter und Maikäfer.
Den Sommer verbringen Abendsegler  in Baumhöhlen (z. B. ausgediente Spechthöhlen oder faulen Bäumen), aufgerissenen Baumstämmen und auch in geeigneten Fledermauskästen. Im  Winterhalbjahr hängen sie dicht zusammengekuschelt  in Baumhöhlen oder in Gebäuden. Dort überstehen Abendsegler, im Gegensatz zu kleineren Fledermausarten,  auch starke Temperaturschwankungen. An warmen Wintertagen sind ihre Sozialrufe schon von weitem zu hören.
Wie viele andere Fledermausarten ist auch der Große Abendsegler in seinem Bestand gefährdet und steht daher auf der Roten Liste. Die Ursachen hierfür liegen meist im Wegfall von geeigneten Sommer- und Winterquartieren, ohne die sich Fledermäuse nicht erfolgreich fortpflanzen können.  Das muss nicht sein, wenn bei Baumfällarbeiten oder Gebäudeumbauten- und Sanierungen Rücksicht auf die Fledermaus genommen wird. Besonders umsichtige Hausbesitzer können sich ihren Einsatz für Fledermäuse mit der Plakette „Fledermaus komm ins Haus“ belohen lassen.


Die Internationale Fledermausnacht soll auf die im Verborgenen lebenden, faszinierenden  Tiere aufmerksam machen. Mit etwas Glück sind die flinken Jäger auch heute in der Dämmerung bei ihrer Jagd in Gärten, Grünanlagen und an Waldrändern zu beobachten. Schaut doch mal nach!

Zeichnung Grosser Abendsegler

Welttag der Umwelt 2016 - Wie geht es dem Graureiher?

Am von LGKS

„Go wild for life – Nulltoleranz für den illegalen Wildtierhandel” ist das diesjährige Motto des Weltumwelttages, der jährlich am 5. Juni begangen wird. Am Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) beteiligen sich 150 Staaten, Deutschland ist seit 1976 dabei. Das Programm versteht sich als "Stimme der Umwelt" und wirbt für den schonenden Umgang mit Ressourcen und einer nachhaltigen Entwicklung.

Graureiher im FlugGraureiher am LandgutteichWildtiere werden oft zum Spielball menschlicher Interessen. Trophäenjagd, illegaler Handel und die Verfolgung aus wirtschaftlichen Gründen bringen noch heute zahlreiche Arten an den Rand der Ausrottung. Durch die Vermittlung von Wissen sowie mit strengen Naturschutzgesetzen und einer konsequenten Verfolgung von Verstößen soll verhindert werden, dass Tierarten von den Landkarten verschwinden. Ein positives Beispiel für diese Bemühungen ist der Graureiher, oder auch Fischreiher, genannte Schreitvogel, der sich immer häufiger auch im städtischen Raum beobachten lässt. Gut zu erkennen ist der auffällig große Vogel im Flug an dem typischen s-förmigen Halsknick. Reiher brüten in gewässernahen Gehölzen und suchen in flachen Gewässern, auf Äckern und Wiesen nach Beute. Dabei ernähren sie sich hauptsächlich von Fisch, jedoch auch von Amphibien, Kleinsäugern, Reptilien und Insekten.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Bestände des Graureihers stetig zurück. Die fortschreitende Industrialisierung ließ Gewässer verschmutzen und mit Flussbegradigungen und der Beseitigung von Feuchtgebieten schrumpften die Nahrungsquellen des Reihers. Auf den verbleibenden Fischereiflächen wurde der vermeintliche Nahrungskonkurrent schonungslos verfolgt, sodass der Fischreiher in den 1960er Jahren kurz vor der Ausrottung stand. Erst durch die Einschränkung beziehungsweise das Verbot der Verfolgung ab den 70er Jahren erholten sich die Bestände. Der europaweit verbreitete Vogel gehört heute zu den nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) besonders geschützten Arten und unterliegt der europäischen Vogelschutzrichtlinie. In 15 Bundesländern ist er daher ganzjährig geschont.

Graureiher im Flug über den Wiesen des LGKSHeute ist bekannt, dass Graureiher nur in flachen Gewässern auf Beutefang gehen und daher in Fischzuchtbetrieben keine nennenswerten Schäden verursachen. Kleine seichte Teiche können erfolgreich durch Netze geschützt werden. An den Naturschutzteichen des Landguts und auf den umliegenden Wiesen ist der Reiher ein Dauergast und lässt sich täglich aus der Nähe beobachten. Der häufige Anblick des Graureihers ist ein Grund zur Freude, zeigt er doch, dass durch Umweltschutzmaßnahmen wie der Renaturierung von Bächen, Teichen und Seen unseren Brutvogelbeständen eine sichere Lebensgrundlage geboten wird.

 

Frühlingspaziergang ins Eibenreich

Am von LGKS

Wer den internationalen Tag der Artenvielfalt (22.05.) in diesem Jahr auf besondere Art und Weise verbringen wollte, musste dazu nicht erst in die Ferne schweifen: An den Müglitztalhängen bei Schlottwitz leben nicht nur zahlreiche bedrohte Tierarten wie die Kleine Hufeisennase, dort befindet sich außerdem das größte und gleichzeitig älteste Eibenvorkommen in Sachsen. Ein guter Grund für Bärbel Kemper und ihr Team vom Landgut Kemper & Schlomski (LGKS), alle Naturinteressierten an diesem Tag zu einem gemeinsamen Spaziergang ins Reich der Eiben einzuladen.

Was die Wanderer dabei erlebt haben, lesen Sie hier.
Eibenwanderung mit Forstwissenschaftlerin Kerstin Heyne

Zum Tag der Artenvielfalt: Wiesen im Osterzgebirge

Am von LGKS

Jedes Jahr am 22. Mai erinnert uns der Tag der biologischen Vielfalt an das UN-Übereinkommen aus dem Jahr 1992. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr lautet „Biodiversität als Existenzgrundlage der Menschheit“ und weißt damit besonders auf die wirtschaftlichen Folgen für Tourismus, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft hin, die ein Verlust der Artenvielfalt mit sich bringt.

Sand-Veilchen auf den Wiesen des LGKSArtenreiche Wiesen des LGKSEin Blick in die Geschichte des Osterzgebirges zeigt, wie die Menschen im Einklang mit der Natur aber auch auf deren Kosten wirtschafteten. Die Jahre 1850 bis 1965 bildeten die sogenannte Bergwiesen-Epoche des Osterzgebirges. Mit dem Wirtschaftsaufschwung in den großen Städten stieg der Bedarf an kräuterreichen, hochwertigen Bergwiesenheu. Die Pferdefuhrwerke rollten durch das Müglitztal zum großen Heumarkt an der Dresdner Annenkirche. Die heute als osterzgebirgstypisch geltenden Wiesengesellschaften nahmen immer größere Teile des Offenlandes ein. In den 60er Jahren ging die Epoche artenreicher Bergwiesen zu Ende. Rinderweiden für das schwarzbunte Milchvieh bestimmten fortan das Bild. Auf den stark gedüngten und mit Pflanzenschutzmittel behandelten Flächen breitete sich Stumpfblättriger Ampfer („Ochsenzungen“), Brennnessel und andere Stickstoffzeiger aus. Innerhalb von drei Jahrzehnten verschwand so ein großer Teil des Arten-und Biotopreichtums des Osterzgebirges.Heute helfen die Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes und ein zunehmendes Umweltbewusstsein, unsere Kulturlandschaft zu erhalten.

Auch am Landgut wird die Tradition der artenreichen Wiesen gelebt. Im Rahmen des Projektes „Biodiversität im Sächsischen Offenland“ erfolgten Mähgutübertragungen von ausgesuchten Bergwiesen, um das zuvor intensiv genutzte Grünland abzulösen.  Eine ein bis zweimalige Mahd mit schonend arbeitender Biotoppflegetechnik lässt auf den Wiesen Arten wie den Gamander Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) und den Wiesen-Pippau (Crepis biennis) aufkommen. Über die Sommermonate zeigt sich eine Blütenpracht, die zahlreiche Insekten anlockt. Der Wegerichbär (Parasemia plantaginis), ein Nachtfalter, ist auf die hier häufig auftretenden Wegerich- und Ampferarten angewiesen. Über 40 Kräuter konnten auf den Wiesen am Landgut bestimmt werden.

Gamander Ehrenpreis auf den Wiesen des LGKSEntscheidend für den Erhalt der bunten Wiesen ist die richtige Pflege. Eine späte Mahd ermöglicht das Reifen und Ausfallen der Samen und damit das wiederholte Auftreten von einjährigen Arten. Bei Nutzungsaufgabe verfilzen Wiesen und die lichtbedürftigen, konkurrenzschwachen Kräuter werden verdrängt. Besonders im schwierigen Gelände ist die Biotoppflege nur durch Handarbeit möglich. Naturschutzvereine lassen die traditionellen Nutzungsformen wieder aufleben. Während gemeinsamer Pflegeaktionen lernen freiwillige Helfer das Einmaleins der Wiesenpflege und erhalten die biologische Vielfalt für kommende Generationen.

Mehr Informationen zum Bergwiesenprojekt des Landschaftspflegeverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem Naturschutz Großprojekt Bergwiesen im Osterzgebirge gibt es auf den zugehörigen Internetseiten.

Leseempfehlung: Grüne Liga Osterzgebirge e. V. (Hg.), 2007, „Natur des Ost-Erzgebirges im Überblick, Naturführer Ost-Erzgebirge Band 2“

 

Kids für Kitze – Junge Wildretter beim Naturschutz- & Jagderlebnistag

Am von LGKS

Der alljährliche Bau von Wildscheuchen und der damit einhergehende Wettbewerb um die schönste Scheuche hat am Landgut Kemper & Schlomski inzwischen Tradition. Ursprünglich von den Mitarbeitern als hofinterner Wettstreit ins Leben gerufen, beteiligen sich inzwischen immer mehr naturschutzinteressierte Kinder und Jugendliche aus der Region an der ebenso humorvollen wie lebensrettenden Aktion.

Um noch mehr Landwirte und Eigentümer bewirtschafteter Grünflächen auf das Thema Kitzrettung aufmerksam zu machen und zu motivieren, dem Ausmähen der Kitze nicht länger tatenlos zuzuschauen, fand der Wettbewerb in diesem Jahr im Rahmen des Naturschutz- und Jagderlebnistages auf dem Lindenhof in Ulberndorf statt.

Was die Teilnehmer am diesjährigen Wildscheuchenwettbewerb alles erlebt haben, lesen Sie hier.
Wildscheuchenwettbewerb 2016

 

Bäume für die Zukunft

Am von LGKS

Es ist ein wahrhaft schöner Anblick, den die Kirsch-Streuobstwiese am Landgut Kemper & Schlomski am Sonntagabend bietet: 30 neu gepflanzte Obstbäume bereichern den wertvollen alten Bestand blühender Kirschbäume zwischen Großröhrsdorf und Seitenhain.  Auf diese Weise kommt neues Leben in ein strukturreiches Biotop, das nicht nur den Freunden bewährter alter Obstsorten zugute kommt, sondern auch Rückzugsraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten bietet.

Bis alle Jungbäume an ihrem Platz stehen, ist viel zu tun. Dank einer Vielzahl helfender Hände und eines ansprechenden Rahmenprogramms wird der Aktionstag ein voller Erfolg.

Den vollständigen Artikel zur Pflanzaktion finden Sie hier.
Aktionstag Streuobstwiese

 

Streuobstwiesen - Aktionstag mit Baumpflanzung

Am von LGKS

Alle Interessierten lädt das LGKS in diesem Frühjahr und im Herbst zu Pflanzaktionen im Projekt „Allianz – Bäume für die Zukunft“ ein. In einer Auftaktveranstaltung werden wir gemeinsam 30 Obstbäume alter, bewährter Sorten anpflanzen. Unterstützt den Naturschutz in der Region, indem ihr mit uns ein wertvolles Streuobstbiotop verjüngt.
Initiiert von der Allianz Umweltstiftung sollen zukünftig weitere 60 Obstbäume den Lebensraum Streuobstwiese bereichern. Erweitert euer Wissen zur Baumpflanzung und Pflege, und findet Ideen für den Naturschutz im eigenen Garten.

Rahmenprogramm

• Vorführung: Pflanzschnitt / Obstbaumveredelung / Baumklettern

• Basteln für Kinder:Buttons selbst gestalten

• Verkostung und Verkauf: Spezialitätenbrennerei Prinz zur Lippe / Heide‘s Fruchtsäfte / regionale Imkereiprodukte

• Leckeres vom Grill, Kaffee und Kuchen

Wer? Willkommen ist Jedermann!
Wann? Sonntag, 24.04.2016 | 10:00 - 14:00 Uhr
Wo?
Landgut Kemper & Schlomski | Großröhrsdorfer Str. 3 | 01825 Liebstadt OT Großröhrsdorf

Aktionstag Baumpflanzung

Rückkehrer Kolkrabe – Der Tag des Artenschutzes

Am von LGKS

Kolkrabenpaar Am 3. März 1973 unterzeichneten die ersten fünf Staaten in Washington das Internationale Artenschutzabkommen (CITES). Seither erinnert der Tag des Artenschutzes jährlich am 3. März an die Unterzeichnung der Konvention. Zahlreiche Arten sind durch Handelsinteressen in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. 181 Staaten haben das Übereinkommen bisher anerkannt, das einen nachhaltigen, internationalen Handel mit Tieren und Pflanzen gewährleisten soll.
Nicht nur Großwild, wie der afrikanische Elefant oder das Nashorn, ist in seinem Bestand gefährdet. Ein Blick in die jüngere Geschichte zeigt, dass auch unsere heimische Tierwelt durch einseitige Interessen des Menschen gravierend verändert wurde.

Der Kolkrabe galt als Schädling der Landwirtschaft und wurde rücksichtslos verflogt. Bereits 1850 verschwanden die letzten Brutpaare aus Sachsen. Um 1940 waren die imposanten Vögel in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas ausgerottet. Heute genießt der Kolkrabe ganzjährige Schonzeit und die Bestände unseres größten Singvogels haben sich weltweit erholt. Kolkraben in LärcheDer Rabe ist ein Singvogel? Mit 34 Ruftypen besitzen Kolkraben ein reiches Repertoire an Lautäußerungen. Am häufigsten hört man jedoch sein scharfes „Kraa“ und „Roak“, wenn die Paare im Februar mit der Brut beginnen. Erwachsene Tiere unterscheiden sich sowohl in ihrer Größe als auch durch ihr „rabenschwarzes“ und metallisch grün oder blauviolett schimmerndes Gefieder von den kleineren Krähen.


Der Mensch ist seit jeher von den intelligenten Vögeln fasziniert. Seit dem Alten Testament treten Raben in Sagen, Fabeln, Märchen und Gedichten auf. Seine häufige Anwesenheit in der kalten Jahreszeit machte ihn zu einem Boten des Winters und der Trauer. Sowohl im Märchen „Die sieben Raben“ der Brüder Grimm, als auch in der sorbischen Sage „Krabat“, werden Kinder in Raben verwandelt. Lustiger geht es bei Wilhelm Busch zu, der auf die Neugier und den Spieltrieb des Kolkraben anspielt. Für „Hans Huckebein“ den Unglücksraben nimmt die Geschichte jedoch keinen guten Ausgang.


Auch am Landgut verkünden die Rufe der Raben, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Noch bis Ende April lassen sich Kolkraben vielerorts leicht beobachten. Also nichts wie raus!