Auch die Pferde genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen

Frühling 4

Die Kirschblüten locken unzählige Insekten an

Frühling 3

 

In dieser Zeit erstrahlen die Streuobstwiesen im frischen Grün

Frühling 2

 

 

Mit dem Frühjahr beginnt auch die erwartungsvolle Zeit auf die Fohlen
Frühling 1

Aktuelles…

Der Schulwald am LGKS - ein starker Außenpartner

Am von LGKS

Die Oberschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Pirna lud am 29. April 2015 ihre externen Kooperationspartner zum Runden Tisch. „Was wären wir ohne unsere Partner!“, betont Schulleitern Bärbel Merker in ihrer Einführungsansprache, bevor der Oberbürgermeister von Pirna, Klaus-Peter Hanke, zu Wort kam. Initiatiorin des Schulwaldprojekts Bärbel Kemper Die Veranstaltung stärkt den Kontakt zwischen der Schule und den unterstützenden Außenpartnern und gibt Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen. Nach den Darbietungen der Schüler aus dem Fächer verbindenden Unterricht, folgten Diskussionsbeiträge der Partner selbst.

Seit dem Schuljahr 2013/14 ist das Landgut Kemper & Schlomski Kooperationspartner der Goethe Oberschule und gestaltet gemeinsam mit Lehrerin Careen Berthold den Neigungskurs Schulwald, der im Sommer 2015 in das dritte Jahr starten wird. Bärbel Kemper, Initiatorin des Schulwaldprojekts am LGKS, präsentierte ihr Leuchtturmvorhaben in einem kurzen Vortrag den interessierten Zuhörern. Das Projekt Schulwald am LGKS startete 2008 mit der Bepflanzung des Silvoretum durch Vorschüler und leistet seither einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Umweltbildung in der Region. Über sieben Jahre wurden Exkursionen, Wanderungen und Aktionstage für Schüler zu verschiedenen Themen entwickelt und auch der Neigungskurs Schulwald ist ein fester Bestandteil. Interessierten Schulen bietet das LGKS eine Betreuung für die Kursgestaltung im Unterricht sowie geführte Exkursionen im Schulwald.

Den Schulen selbst fehlen häufig Netzwerk, Kapazitäten und zum Teil Fachwissen, um nachhaltige Umweltbildung in den Schulalltag einzubinden, da ist es umso wichtiger, beispielhafte Ideen, wie das Schulwaldprojekt, nach außen zu tragen und interessierten Schulen, Bildungseinrichtungen und Privatakteure eine Anlaufstelle zu bieten. Zustimmendes Nicken kam nicht nur von OB Klaus-Peter Hanke, sondern auch von den zahlreichen Teilnehmern, wie die rege Diskussion im Anschluss zeigte.

Der modulare Gesamtaufbau unseres Bildungsangebotes Schulwald, bietet die Möglichkeit der Übernahme einzelner Bestandteile für unterschiedliche Altersgruppen bis zur Transformation des Gesamtmodells an weitere Projektstandorte in Sachsen und darüber hinaus.

Gedanken zum Tag des Baumes

Am von LGKS

Im tiefen „Tann“ ist sie zu finden, die Weiß-Tanne, oder etwa nicht? Viele Wanderer meinen auf dem Waldboden Tannenzapfen zu finden. Auch als Weihnachts-oder Tannenbaum glaubt jeder sie zu kennen und doch ist sie die schöne Unbekannte unserer Wälder. Zum Tag des Baumes am 25. April nutzen wir deshalb die Gelegenheit und erinnern an den Baum des Jahres 2004.
In Mittel- und Südosteuropa findet man Abies alba überall dort, wo keine klimatischen Extreme vorherrschen. Als Baumart der Bergmischwälder kann die Weiß-Tanne bis zu 600 Jahre alt werden. Die helle weiß-graue Rinde gab der Baumart ihren Namen. Aber wo liegt nun der Unterschiede zwischen Tanne und Fichte?

Sieht man sich die weichen Tannennadeln genau an, so scheinen sie mit einem kleinen Saugnapf am Trieb befestigt zu sein. Die Nadeln der Ficht hingegen sind spitz und so mit dem Zweig verwachsen, dass nicht wie bei der Tanne eine glatte Abrissstelle entsteht, sondern ein Rindenfähnchen an der Nadel verbleibt. Nur Fichte und Kiefer lassen ihre Zapfen als Ganzes vom Baum fallen. Tannenzapfen sind deshalb nie am Waldboden zu finden. Sie stehen aufrecht am Zweig bis die Zapfenschuppen über den Herbst und Winter langsam zerfallen und so die Samen freigeben. Blickt man in die Kronen alter Bäume, stellt man fest, dass die Fichte bis ins hohe Alter ihre schlanke Spitze behält, während die Tannenkrone sich rundet.

Einst war der Schwarzwald für seinen Tannenvorkommen bekannt. Wilhelm Hauff  verewigte die sagenumwobenen Wälder in seinem Märchen „Das kalte Herz“. Doch die Zeit als „Holländertannen“ für den Schiffsbau vom Schwarzwald in die Niederlande geflößt wurden sind vorbei. Die Tanne ist selten geworden und in einigen Bundesländer sogar vom Aussterben bedroht. Die übrig gebliebenen Bestände sind in ihrem Vermehrungspotential eingeschränkt. Möchte man die Weiß-Tanne wieder ansiedeln, gelingt das nur über Saat oder Pflanzung, wie im Wald des LGKS.

Vor einem Jahr kehrte die Tanne an die Schlottwitzer Hänge zurück und hat sich zum Teil prächtig entwickelt. Exemplare an lichtbegünstigten Standorten waren bereits im letzten Sommer den Kürassieren entwachsen, andere hatten weniger Glück. Trotz Einzelschutz waren einige Tännchen so stark verbissen, dass Anfang April eine Nachpflanzung erfolgte. Zusätzlichen Schutz bieten nun Kunststoffmanschetten an der Terminalknospe, die für das das Höhenwachstum des Baumes entscheidend ist. Damit auch der Feldhase, welcher öfter im Wald des LGKS gesichtet wurde, keine Gelegenheit mehr hat die Triebe der Tannen abzufressen, sind die Kürassiere nun mit engmaschigen Draht versehen. Zwar kann die Weiß-Tanne lange im Bestandesschatten ausharren aber für ein optimales Wachstum braucht auch sie Licht. In den Sommermonaten stehen daher wieder Pflegemaßnahmen an um das Lichtregime optimal zu gestalten. Damit kein Bäumchen übersehen wird, sind die Kürassiere mit gelben Fähnchen ausgestattet, die durch das grüne Laub gut auszumachen sind. So ausgestattet, können die Weiß-Tannen optimal in die warme Jahreszeit starten.
Artikel, Termine und Aktionen zum aktuellen Baum des Jahres, dem Feld-Ahorn, finden Sie hier.

Streuobstpflege am LGKS

Am von LGKS

Bevor die Natur erwacht und die Bäume beginnen ihre Knospen zu öffnen, war es höchste Zeit den Obstbäumen am Landgut Kemper & Schlomski einen passenden Erziehungsschnitt zu geben. Dieser ist nötig, damit die Bäume Früchte statt Holzmasse bilden. Anders als bei Waldbäumen ist dazu ein regelmäßiger Eingriff in das Wuchsverhalten notwendig. Wird ein Obstbaum korrekt verschnitten, ist nach etwa fünf Jahren die erste Ernte zu erwarten.

Anna-Karina verschneidet unter Anleitung von Herrn Albani ObstbäumeBei schönsten Frühlingswetter bekamen wir professionelle Unterstützung durch Herrn Albani, der über 100 der LGKS Obstbäume in Form schnitt. Vor allem die dicht gewachsenen Pflaumenbäume benötigten Aufmerksamkeit. Bilden Obstgehölze zu viele vertikale (vegetative) Triebe, beschatten diese die fruchttragenden Äste und schmälern die Ernte oder verhindern diese sogar. Nur an den horizontal wachsenden Ästen mit Kurztrieben und rundlichen Knospen trägt der Obstbaum Früchte, welche zum Reifen reichlich Licht benötigen. Eine gut „durchlüftete“ Krone hält keine Feuchtigkeit und bildet damit ein ungünstiges Klima für Pilze.

Bärbel Kemper entfernt Misteln aus einem alten ApfelbaumNicht in jedem Fall entwickelten sich die Bäume im letzten Jahr wie geplant. Ein rigoroser Rückschnitt kann helfen, um den Baum zur Bildung neuer Zweige anzuregen, aus denen dann die gewünschten fruchttragenden Äste entwickelt werden. Jeder Baum ist vor dem Schnitt individuell zu betrachten und das Vorausdenken über längere Zeiträume ist für jeden Baumpfleger eine Herausforderung.

Neben dem Rückschnitt wurden aus den alten Apfelbäumen Misteln entfernt. Der Schmarotzer schädigt junge vitale Bäume erst, wenn er in größeren Mengen auftritt, Bäume in der Alterungsphase haben jedoch Schwierigkeiten ihre Lebensvorgänge aufrecht zu halten. Sie bilden nur noch wenige Triebe und auch die Fruchtproduktion lässt langsam nach. Misteln als Wasser- und Lichtkonkurrent bedeuten eine zusätzliche Belastung, die durch entsprechende Pflege vermieden werden kann. Besonders alte Bäume mit ihren Höhlen und der blättrigen Borke sind Lebensräume, die es zu erhalten gilt.

Zu viert ging die Arbeit an diesem Tag leichter von der Hand. Sowohl Bärbel Kemper und Tochter Anna-Karina, als auch FÖJlerin Sophie packten tatkräftig mit an. Bald verwandeln sich die Obstwiesen in ein Blütenmeer und vielleicht trägt der ein oder andere junge Baum in diesem Sommer bereits Früchte.

Mit dem Waldrucksack die Natur entdecken

Am von LGKS

Seit 2008 setzt sich das Landgut Kemper & Schlomski mit dem Schulwaldprojekt für die Jugendumweltbildung in der Region ein. Umso mehr freut es uns, wenn dieser Einsatz nicht unbemerkt bleibt. So konnten wir Herrn Wolfgang Milcke als Unterstützer für das Schulwaldprojekt gewinnen. Herr Milcke ist leidenschaftlicher Jäger, Mitglied im Stiftungsrat der Jägerstiftung Natur + Mensch und Vorsitzender des Fördervereins des Wernigeroder Jagdkorporationen Senioren-Convent. Dank seiner großzügigen Spende, können wir nun mit dem Waldrucksack der Jägerstiftung arbeiten.

Der Rucksack enthält Arbeitsmaterial für die Klassenstufen 5 bis 8 und soll  dazu beitragen, die Jugendlichen für die Natur zu begeistern. Da bei Schülern der Sekundarstufe I ein großes mediales Interesse vorherrscht, ist der Inhalt des Waldrucksacks entsprechend abgestimmt. So enthält er neben Nachtsichtgerät und Wildkamera auch USB-Mikroskope und Sammelbehälter. Das Nachtsichtgerät wird zukünftig bei unseren Nachtwanderungen zum Einsatz kommen. Sobald die Temperaturen die ersten Insekten krabbeln, kriechen und fliegen lassen, liefern die Mikroskope spannende Großansichten der winzigen Lebewesen.

Bereits erprobt ist die Wildkamera, welche seit einigen Wochen an einer Suhle im Wald des LGKS hängt und dort zahlreiche Tag- und Nachtaufnahmen der unterschiedlichsten Tierarten fotografiert. Die Tiere lassen sich von der geräuschlosen Kamera nicht in ihren Aktivitäten stören und so erhalten wir regelmäßig faszinierende Einblicke in das Leben unserer heimischen Fauna, die wir gerne teilen möchten. Die schönsten Aufnahmen werden daher regelmäßig hier veröffentlicht.

Zusätzlich zum Waldrucksack erhielten wir weiteres Arbeitsmaterial, wie DVDs, Spiel-Sets, und Malbücher zum Thema Wald und Wildtiere. Wir danken Herrn Milcke, der uns mit seinen altruistischen Spenden viele neue Möglichkeiten für die Arbeit mit unseren Schüler eröffnet.

Der Osterhase war fleißig...

Am von LGKS

..Deswegen lud das LGKS am Ostermontag zur alljährlichen Osterhasenspurensuche mit Frühschoppen ein. In geselliger Runde wurden Osternester gesucht und Neuigkeiten ausgetauscht. Was es noch zu erleben gab, lesen Sie hier.

verschneites Ostern 2015

Osterfrühschoppen am Landgut Kemper & Schlomski

Am von LGKS

Wir wünschen allen Liebstädtern ein wunderschönes Osterfest!

Am Ostermontag, den 06.04.2015, laden wir Euch herzlich zum traditionellen Osterfrühschoppen am Landgut Kemper & Schlomski ein.

Ab 10:00 Uhr wollen wir das Osterfest im gemütlichen Beisammensein feiern. Für alle jungen und jung gebliebenen Gäste gibt es spannende Spiele rund um Wald und Naturschutz zu entdecken und auch der Osterhase hat ganz sicher wieder ein paar Überraschungen versteckt. Unsere Ponys warten auf alle kleinen Pferdefreunde zum Ponyreiten.

Wir freuen uns auf zahlreiche kleine und große Besucher!

Ostern am LGKS

Pferdeausbildung am LGKS

Am von LGKS

Die Reitplätze sind endlich frostfrei, die Regentage vorrüber und der Fellwechsel unserer Offenstallpferde weitgehend durchgestanden - beste Zeit, um richtig mit dem Training durchzustarten. Die Jungpferde werden behutsam an die Arbeit unter dem Reiter herangeführt, die routinierten Reitpferde nach der Winterpause wieder fit gemacht.
Pünktlich zum Start in die neue Saison geben wir Einblick in die aktuelle Arbeit mit unseren rheinisch gezogenen Dressurpferden.

Pferdeausbildung am LGKS

Der Frühling hat sich eingestellt!

Am von LGKS

Der astronomische Frühlingsanfang fällt in diesem Jahr auf den 20. März. Keinen Tag zu früh, denn nach diesem milden Winter erwacht die Natur sehr zeitig zu neuen Leben. Auch im Wald des Landgut Kemper & Schlomski stehen alle Zeichen auf Frühlingsbeginn und schon so mancher Baum in den Startlöchern. Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wann welche Baumart ihre Blätter entfaltet. Mit Hilfe phänologischer (altgriechisch „ich erscheine“) Entwicklungsstadien wie dem Blattaustrieb, begannen die Menschen schon früh die Natur zu beobachten und daraus Rückschlüsse zu ziehen. Eine der daraus entstandenen Bauernregel lautet für den 20. März wie folgt: „Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang.“ Auch Waldbaumarten hielten für vage Prognosen wie diese hier her: „Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche.“ Wird der Sommer wirklich nass, nur weil die Eiche vor der Esche blüht? Der Wahrheitsgehalt von Bauernregeln ist umstritten. Einige treffen eher zu, andere überhaupt nicht mehr. Nur eins ist sicher, der nächste Sommer kommt bestimmt.
Diesen Eindruck hatten auch die Waldbesucher, welche in den letzten Tagen die ersten warmen Sonnenstrahlen genossen. Der Wald ist eine beliebte Stätte für die unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten. Eine der drei Waldfunktionen ist daher den meisten Menschen bekannt, die Erholungsfunktion. Weniger direkt hingegen wird die Nutz- und Schutzfunktion des Waldes wahrgenommen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und durch die Holzindustrie werden in Deutschland über eine Million Arbeitsplätze geschaffen. Wasserfilter, Schadstoffsenke, Erosionsschutz, Lebensraum für bedrohte Arten und Klimaschutz sind nur einige der vielen Schutzfunktionen des Waldes. Um das Bewusstsein für dessen Bedeutung zu schärfen, wurde bereits 1971 der Internationale Tag der Wälder (21. März) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen.
Denn wer sich der Bedeutung des Waldes bewusst ist, passt auch sein Verhalten den Bedürfnissen dieses empfindlichen Ökosystems an. Besonders in Regionen mit viel Besucherverkehr geraten die drei Waldfunktionen miteinander in Konflikt. Ein paar einfache Regeln helfen, den Waldbesuch für die Natur und Mensch angenehm zu gestalten:
Mit dem Rad querfeldein durch den Wald? Bitte nicht. Für Mountainbiker gibt es ausgewiesene Downhill-Strecken. Auch Wanderer und Jogger sollten sich an die Wege halten. So werden Wildtiere nur minimal gestört und die Waldverjüngung ist nicht in Gefahr. Rücksicht ist auch ein wichtiges Gebot bei der Begegnung mit anderen Waldnutzern.
Was ist zu tun, wenn ich ein verwaistes/verletztes Wildtier finde? Für Laien ist die Situation meist nur schwer einzuschätzen. Hilfe gibt es bei den zuständigen Jagd- und Naturschutzbehörden. Am Wochenenden und Feiertagen helfen die Rettungsleitstellen weiter.
Hunde dürfen in Sachsens Wäldern frei laufen, müssen sich aber im Einwirkungsbereich des Halters befinden. Da im Frühling und Frühsommer zahlreiche Jungtiere geboren werden, ist es jedoch im Interesse des Wildes, wenn der Vierbeiner an der Leine bleibt.
Ein immer wiederkehrendes Ärgernis ist Müll im Wald, dabei ist ein leichtes die mitgebrachten Verpackungen einzustecken und im Hausmüll zu entsorgen. Im Frühjahr ist die Waldbrandgefahr in trockenen Wochen besonders hoch. Im Umgang mit offenen Feuer ist also Vorsicht geboten.
Weitere Informationen und Hinweise finden sich auf den Seiten des Staatsbetrieb Sachsenforst.
Allen großen und kleinen Waldbesuchern wünscht das LGKS einen schönen Start in die warme Jahreszeit.

Weidenblüte

Artenschutz – Eine Gemeinschaftsaufgabe

Am von LGKS

Am 3. März ist der Tag des Artenschutzes – ein guter Zeitpunkt um zu überlegen, was wir für schutzbedürftige Tier- und Pflanzenarten tun können.
Seit nunmehr zehn Jahren bemüht sich das Landgut Kemper & Schlomski um eine ökologische Bewirtschaftung seiner forstwirtschaftlichen Flächen, von denen große Teile zum FFH-Gebiet Müglitztal gehören. Diverse Lebensraumtypen - vom Schlucht- und Hangmischwald bis zum Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation - bereichern dieses Gebiet und sind Habitate für seltene und schutzbedürftige Arten. Zu den Bewohnern zählen zum Beispiel die beiden Fledermausarten Großes Mausohr (Myotis myotis) und die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros). Noch befinden sich die nützlichen Jäger in ihren Winterquartieren. Doch sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, beziehen die geschickten Flieger ihre Sommerhöhlen im Wald. Höhlenbäume jedoch sind selten in unserer Landschaft. Sie entstehen, wenn Bäume noch während der Alterungs- und Zerfallsphase im Wald belassen werden. Im Wirtschaftswald wird der Baum aber genutzt, bevor die Absterbeprozesse einsetzten und so das Holz entwertet wird. Nun kann man zwar, wie es im LGKS Wald geschieht, sogenannte Habitatbäume im Bestand belassen, doch bis die Höhlungen im Stamm entstehen, vergeht mitunter ein Menschenleben. Was ist also zu tun um diese Zeit zu überbrücken? Im Rahmen der 48h-Aktion im Schulwald sind 20 Fledermauskästen entstanden, die nun als Ersatzquartier dienen. Diese wurden in den letzten Tagen kontrolliert, damit sie im Frühjahr bezugsfertig sind.
Auch andere Tierarten profitieren von Quartieren aus Naturmaterial. So entstanden über die Jahre Stein- und Totholzhaufen für Insekten, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger sowie kleine und große Insektenhotels für solitär lebende Bienen und Wespen.Aber man muss kein Waldbesitzer sein, um erfolgreich Artenschutz zu betreiben. Gerade Städte sind ein idealer Rückzugsraum für Arten, welche in der zumeist intensiv bewirtschaften Wald- und Feldflur keine Bleibe finden. Kleine Insektenhotels haben an jedem Fenster oder Balkon Platz. Gartenbesitzer können sogar noch kreativer werden und Wohnraum für Nützlinge wie Erdhummeln, Ohrwürmer und Florfliegen schaffen. Manchmal braucht es nicht mehr, als ein paar „Schmutzecken“ auf dem Grundstück nicht zu beräumen. Unter Reisig, Steinhaufen und Holzstapeln fühlt sich zum Beispiel das Mauswiesel wohl. Der flinke Räuber hält die Mäusepopulation in Schach, wenn man ihm einige Verstecke lässt.

Naturschutz muss nicht teuer sein! Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten um unsere Umwelt etwas grüner zu gestalten. Der Tag des Artenschutzes ist hierfür ein guter Anstoß.

Fledermauskästen im Schulwald des LGKS

Das Schulwald-Maskottchen und andere Gewinner

Am von LGKS

Am 30. Januar besuchte das Schulwald-Team die Goethe-Oberschule in Pirna und gestaltete gemeinsam mit den Schülern des Neigungskurses Schulwald einen Nachmittag mit zahlreichen Mitmachaktionen rund um das Thema Wald. Nach der überwältigenden Resonanz am Tag der offenen Tür ist es für unsere Neigungskurs-Schüler an der Zeit Bilanz zu ziehen. Der Schulwald hat nun ein Maskottchen und auch die Gewinner des Großen Blätterquiz stehen fest. Wie die Abstimmung ausgegangen ist und wer sich beim Quiz am besten geschlagen hat, lesen Sie im Schulwald-Blog.

Das Schulwald-Maskottchen des LGKS