Auch auf der großen Kirsch-Streuobstwiese hat der Winter Einzug gehalten.

Die Streuobstwiesen am Landgut liegen unter einer Schneedecke.

Ein Rheinländer freut sich über den Schnee auf der Koppel.

Ein Rheinländer freut sich über den Schnee auf der Koppel.

Besonders die Pferde freuen sich über den Schnee.

Besonders die Pferde freuen sich über den Schnee.

Auch auf dem Landgut weihnachtet es sehr.

Auch auf dem Landgut weihnachtet es sehr.

Besonders die Pferde freuen sich über den Schnee.

Die Fjordpferde schauen in die winterliche Landschaft.

Aktuelles…

Sieben Jahre später – Ein Wiedersehen im Silvoretum

Am von LGKS

Unser Silvoretum, mit dem grünen Klassenzimmer, ist das Herzstück des Schulwaldes am LGKS. Der liebevoll gepflegte Waldgarten ist Treffpunkt für Veranstaltungen im Schulwald und birgt so manche Entdeckung. Fünf Themenwälder, vom kollinen Eichenwald, über den Bergwald bis zum Eibenwäldchen, zeigen die für sie typischen Baumarten. Heimische fruchttragende Gehölze gibt es ebenso zu sehen, wie Exoten aus Nordamerika.
Richard bei der Erstbepflanzung im SilvoretumSieben Jahre ist es nun her, dass emsige Vorschüler zusammen mit ihren Lehrerinnen den Waldgarten bepflanzten und damit den Grundstein für das Leuchtturmvorhaben Schulwald legten. Bereits ein Schulhalbjahr lang beschäftigten sich die Kinder im Unterricht intensiv mit dem Thema Wald und so war es nicht verwunderlich, dass die Kids bestens über die Abläufe beim Pflanzen bescheid wussten. Sowohl bei der ersten Pflanzphase im Herbst 2008 als auch bei der zweiten Phase im darauf folgenden Frühjahr wurden die Bäumchen gewässert und mit Rindenmulch versehen und es gab kaum Ausfälle.


Über die Jahre ist das Schulwaldprojekt stetig gewachsen und um zahlreiche Umweltbildungsangebote erweitert worden. Im Silvoretum zeigt sich die Entwicklung der Jahre besonders deutlich. Aus den Baumschulpflanzen von damals sind junge Bäume geworden und aus den Vorschulkindern Teenager. Die Pflanzaktionen blieben allen Teilnehmern im Gedächtnis und da verwundert es nicht, dass es den ein oder anderen zum Ort des Geschehens zurückzieht. Richard Harnisch, ein Kind der ersten Stunde, erkannte den Waldgarten kaum wieder, den er zusammen mit seinen Schulkameraden angelegt hatte. Nach sieben Jahren kann er sich unter dem einstmals kniehohen Tulpenbaum verstecken.
Auch Heather Kavanagh aus Neuseeland teilt die Erinnerungen an die Waldaktionen mit ihren damaligen Schülern und besuchte diesen Sommer während eines Aufenthaltes in Dresden das Landgut, um sich ein Bild von den Veränderungen im Schulwald zu machen.

Richard sieben Jahre nach der Bepflanzung im Silvoretum

 

Von Beginn an als nachhaltiges Umweltbildungsprojekt konzipiert, sollte es im Schulwald nicht bei einer einmaligen Pflanzung bleiben. Das Schulwaldareal wurde deshalb sukzessive auf 4,5 ha erweitert. Die reich strukturierten Waldbestände ermöglichen Führungen und Projekttage mit Themen rund um Waldbewirtschaftung, heimische Tiere, Bodenkunde und Naturschutz. Mithilfe eines Netzwerkes aus engagierten Experten kommen immer neue Bildungsveranstaltungen hinzu. Sehen, fühlen, riechen und mit anpacken - so wird den Kindern und Jugendlichen im Schulwald der Umweltschutzgedanke nachhaltig vermittelt.
Die Reise ist noch lange nicht zu Ende und das Schulwaldprojekt lebt und wächst. Die Bäume im Silvoretum können es bezeugen.

 

 

 

 

 

Tierpräparate - Natur zum Anfassen am LGKS

Am von LGKS

Das Schädelpräparat eines Keilers bereichert seit Kurzem als Anschauungsobjekt die Umweltbildungsveranstaltungen am LGKS. Angefertigt wurde es von Präparator Michael Roth aus Dresden, der sich freut, einen Beitrag für das Schulwaldprojekt zu leisten.
Bei der Präparation geht es um das dauerhafte haltbar machen von Naturobjekten. Werden Wirbeltierpräparate angefertigt, spricht man von Taxidermie. Seit der Apotheker Jean-Baptiste Bocoeur in den 1770er Jahren ein arsenhaltiges Konservierungsmittel entwickelte, mit dem große Tierhäute konserviert werden konnten, ist es möglich Tierkörpern zu Studien-, Lehr- oder Dekorationszwecken dauerhaft zu erhalten. Das hochgiftige Arsenik wird heute nicht mehr verwendet. Präparatoren brauchen dafür künstlerisches und handwerkliches Geschick und natürlich keine Berührungsängste im Umgang mit toten Tieren.Präparator Roth mit dem von ihm gefertigten Keilerschädel

Um den Keilerschädel für Lehrzwecke haltbar zu machen, wurden alle organischen Gewebeteile entfernt, die Knochenstrukturen entfettet und gebleicht. Ober- und Unterkiefer lassen sich trennen, sodass die Zahnstrukturen des Schwarzwildes gut zu erkennen sind. Das Präparat ist so gestaltet, dass an einer Schädelseite das Gewaff, also die Eckzähne des Keilers herausnehmbar sind. Tief in den Schädelknochen eingelassen können sie eine Gesamtlänge von 30 cm erreichen, wovon aber nur ein Drittel aus dem Schädel herausragt. Die Eckzähne im Oberkiefer bezeichnet der Jäger als Haderer, dieselben im Unterkiefer als Gewehre. Bachen verfügen ebenfalls über Eckzähne, die Haken, welche mit 3 cm deutlich kleiner sind. Während die Eckzähne der Bache ihr Wachstum mit zunehmendem Alter einstellen, wächst das Gewaff des Keilers ein Leben lang. Beiden Geschlechtern dienen die Eckzähne zur Selbstverteidigung.

Herr Roth ist ein staatlich geprüfter Präparator fertigt Präparate von Säugetieren, Vögeln, Amphibien und Fischen sowie Skelettpräparate und Schaukästen. Zurzeit arbeitet er an einem weiteren Anschauungsobjekt für den Schulwald. Aus einem dem Straßenverkehr zum Opfer gefallenen Dachs entstehen ein Ganzkörper- und ein Schädelpräparat. Wir danken Michael Roth ganz herzlich für sein Engagement und freuen uns bald Meister Grimbart am Landgut begrüßen zu dürfen.

Ein Stall voller Glücksbringer

Am von LGKS

Elegant sehen sie aus, mit ihrem tief gegabelten Schwanz, der schlanken Erscheinung und dem metallisch glänzenden Federkleid und einem unverwechselbaren kastanienbraunen Fleck an der Kehle – die Rauchschwalbe.

Ihr hoher melodischer Gesang ist in den Sommermonaten vielerorts zu hören, denn Schwalben leben in den von Wiesen, Teichen und Bauernhöfen geprägten Kulturlandschaften in ganz Europa. Nur über die Wintermonate zieht es den Nationalvogel Estlands in wärmere Gefilde nach Afrika, Indien und in den Iran. Rauchschwalbe im Stutenstall des LGKS  Fluginsekten sind die Nahrungsgrundlagen von Schwalben und so entstand die altbekannte Bauernweisheit „Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen. Fliegen die Schwalben in den Höh’n, kommt ein Wetter, das ist schön“. Die vom Hochdruckwetter erwärmten Luftmassen befördern die Insekten nach oben und die Schwalben folgen ihrer Nahrungsquelle. Aber auch in diesem Fall gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Seit vielen Jahren macht die intensive Landwirtschaft in Westeuropa den nützlichen Mückenjägern jedoch stark zu schaffen. Kleine ländliche Betriebe verschwinden aus der Landschaft und damit auch die Nistplätze und Nahrungsgrundlage der Schwalben. Auch versiegelte Flächen stellen ein Problem dar, denn nur auf naturbelassenen, unbefestigten Wegen finden Schwalben ausreichend Lehm zum Nestbau. Auch vor der (unter Strafe stehenden) mutwilligen Zerstörung der Brutplätze sind die Vögel nicht sicher. In Deutschland wurde die Rauchschwalbe daher in die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel aufgenommen. Deshalb freut es uns besonders, jedes Jahr ein paar Nester mehr auf den Dachbalken in Scheune und Offenställen am Landgut zu entdecken.

Schwalbennest im Stutenstall des LGKSJeder kann einen Beitrag leisten, die Brutvogelbestände zu schützen, z.B. beim nächsten Einkauf. Ein Verzicht auf Biozid- und Düngemittel, wie von vielen Biobetrieben angestrebt, fördert den Insektenreichtum und damit die Vogelpopulation. Schwalben gelten als Glücksboten und auch wenn Vogelkot am Haus ein weniger glücklicher Umstand ist, so gibt es dafür eine einfach Lösung: Ein Brett in einem halben Meter Abstand unter den Nestern befestigt, fängt die Kleckerei auf. Wer die Schwalben zu sich ans Haus holen möchte, kann ihnen den Start mit den im Handel erhältlichen Nisthilfen erleichtern oder mögliche Nistplätze in Schuppen und Ställen mit einer Einflugmöglichkeit versehen. Auch bei Neubauten können Nistmöglichkeiten eingeplant werden. Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen gibt es hier zum Download.

Fotoshooting mit unseren Nachwuchspferden

Am von LGKS

Bei hochsommerlichen Temperaturen stellte Ausbilder Marko Vogel vier seiner aktuellen Berittpferde vor. Trotz der morgendlichen Hitze zeigten Rheinländerstute Fourth Generation LGKS, Schimmelwallach Lover Boy, sowie die Fjordhengste Valentino II LGKS und Torben LGKS, was alles in ihnen steckt.
Schön zu beobachten war, wie gut sich alle vier in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Interessante Momente, die diese Entwicklung widerspiegeln, fotografisch festzuhalten war ebenfalls eine spannende Aufgabe.

Wer neugierig auf die entstandenen Bilder ist, kann einfach den Links hinter den einzelnen Pferdenamen folgen.

Shooting Verkaufspferde

Ein erlebnisreiches (Schul)Jahr geht zu Ende...

Am von LGKS

Schnell ist das Schuljahr um, welches das Naturschutzteam des Landgutes Kemper & Schlomski gemeinsam mit den Schülern des Neigungskurses Schulwald gestaltet haben. Mit einem Film und einem Feedbackgespräch klang die letzte Schulstunde zum Thema Umwelt- und Naturschutz aus und die Schüler resümierten die letzten zwölf Monate. Weit vorn auf der Hitliste in Sachen Schulwald stehen natürlich die Exkursionen. Die Jugendlichen sind in ihrem Element, wenn sie im Wald mit anpacken können. So entstand neben einer Weiserfläche zur Verbisskontrolle und einem Totholzpolter für Insekten und Kleintiere auch ein Waldtümpel mit Suhlenbereich, der von den Wildtieren rege genutzt wird, wie die Bilder der Wildkamera zeigen. Zusätzlich entstand im Schulwald eine begehbare Grube für den Bodenkundeunterricht und an den trockenwarmen Müglitztalhängen wachsen nun für den Sonderstandort geeignete Eichenbäumchen im Schutz von Kürassieren auf.
Auch das kreative praktische Werken in den Schulstunden fand bei den Schülern großes Interesse. Namenschilder weisen nun die Bäume im Silvoretum aus und kleine Insektenhotels, die die Schüler gebaut haben, fanden nach dem Tag der offenen Tür ihren Weg in viele Privatgärten.
Viele Schüler wuchsen während des Großprojektes in diesem Schuljahr, der Schülerstudie zur Freizeitgestaltung im Wald, über sich hinaus, als sie hunderte Passanten in Pirnas Fußgängerzone um ein Interview baten. Was sie dabei herausgefunden haben, wird bald an dieser Stelle veröffentlicht. Wer die zahlreichen Aktivitäten des Neigungskurses Revue passieren lassen möchte, blättert einfach einmal durch den Schulwaldblog 2014/15.
Nach einem weiteren erfolgreichen Jahr mit dem Neigungskurs Schulwald, bedanken wir uns bei allen ehrenamtlichen Mitstreitern, die uns als Experten mit Rat und Tat zur Seite stehen, der Schulleiterin der Oberschule Johann Wolfgang v. Goethe in Pirna, Frau Bärbel Merker, bei der betreuenden Lehrerin Frau Careen Berthold und vor allem bei allen teilnehmenden Schülern, die mit uns ein Jahr lang Umweltschutz aktiv gelebt und gestaltet haben und uns mit ihren kreativen Ideen und viel Engagement erfreut haben.
Wir freuen uns auf das nächste Schuljahr mit spannenden Aktivitäten und neugierigen Teilnehmern. Aber jetzt wünschen wir erst einmal schöne Ferien!

Kirschernte 2015

Am von LGKS

Außergewöhnlich gut meinte es das Wetter in den vergangenen Wochen mit unseren Kirschbäumen. Daher können wir uns in diesem Jahr über eine ausgesprochen ertragreiche Ernte freuen. In der Meißner Spezialitätenbrennerei „Prinz zur Lippe“ werden die sonnengereiften Kirschen nun zu unserem beliebten hauseigenen Süßkirschbrand weiterverarbeitet.

Kirschernte 2015

Dein FÖJ am Landgut Kemper & Schlomski

Am von LGKS

Du planst eine Ausbildung oder ein Studium im Umweltbereich und möchtest wissen, ob Du die richtige Wahl getroffen hast? Möchtest Du nach Deiner Schulausbildung ein Jahr überbrücken und Dich dabei für den Naturschutz engagieren? Dann werde Teil unseres Naturschutzteams, im Rahmen Deines Freiwilligen ökologischen Jahres am Landgut Kemper & Schlomski!
Dich erwarten vielfältige Aufgaben in unseren Natur- und Artenschutzprojekten. Du wirst im Team Biotope gestalten, pflegen und ernten. Als Teilnehmer unserer Jugendumweltbildung erlebst Du spannende Exkursionen und Projekttage in unserem Schulwald. Nach einem ausgefüllten Tag freuen sich unsere Fjordpferde, die Reit- und Arbeitstiere der Wikinger, auf Deinen Besuch.
Mehr Informationen zum FÖJ findest Du hier. Im Rahmen eines Schnuppertages hast Du Gelegenheit das Team kennenzulernen und all Deine Fragen loszuwerden.
Unsere FÖJler berichten in ihrem eigenen Blog. Schau einfach vorbei.

So sehen Sieger aus! – Euer Einsatz für den Wildschutz wird belohnt

Am von LGKS

Die Resonanz zu unserem Wildscheuchenwettbewerb am letzten Mai-Wochenende war überwältigend. Enthusiastische Liebstädter Kinder und Jugendliche gestalteten allein oder im Team mit ihren Familien die lustigsten, elegantesten und originellsten Scheuchen im ganzen Landkreis. Das Ziel: Rehkitze schützen. Die Scheuchen haben in den letzten Wochen bei der Heuernte auf den Wiesen des Landgutes bereits ganze Arbeit geleistet und es wurde kein Kitz vermäht.
Unsere Fjordpferde haben sich längst an die merkwürdigen Gestalten gewöhnt und das Team des LGKS war vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen so begeistert, dass spontan beschlossen wurde, alle Teilnehmer zum Ponyreiten einzuladen. In den ersten zwei Ferienwochen freuen sich unsere Fjordpferde auf den Besuch der fleißigen Wildretter. Je nach Alter und Vorkenntnissen gibt es dann eine Reit-bzw. Longenstunde, oder geführtes Ponyreiten über die Wiesen am Landgut.

Das Wildschutz-Team vom Landgut agiert als Jury für den Wildscheuchenwettbewerb.

Das war die Naturschutz-Exkursion 2015

Am von LGKS

Wald-Bingelkraut oder Stinkender Storchschnabel? Die Schüler erkunden mit unserem Naturschutzexperten Karl-Heinz Rehn die Müglitztalhänge, entdecken Pflanzen und allerlei Tiere und werden für den Naturschutz aktiv. Die Eindrücke des gelungenen Ausflugs haben wir hier für Sie zusammengefast.

Kinder retten Kitze - der große Wildscheuchenwettbewerb 2015

Am von LGKS

Auf dem Kinderfest in Liebstadt sah man am vergangenen Wochenende Kinder, Jugendliche und Erwachsene Stroh in Hosen stopfen, Besen bemalen und Flatterbänder und Blechdosen an großen Holzkreuzen befestigen. Das bunte Treiben lockte zahlreiche Besucher zum Stand des Landguts, wo sie Näheres zum Sinn und Zweck von Wildscheuchen erfuhren. Die entstandenen Scheuchen können sich sehen lassen und das lesen Sie hier.