Unter den gepflanzten Bäumen befinden sich auch viele Wildobstarten

Unter den gepflanzten Bäumen befinden sich auch viele Wildobstarten

13 Baum-und Straucharten liefern von März bis September Pollen und Nektar für viele Insekten

13 Baum-und Straucharten liefern von März bis September Pollen und Nektar für viele Insekten

Das Bienenwaldareal

Der Bienenwald wurde im Frühjahr 2019 auf einer ehemaligen Fichtenfläche begründet. Sie zeichnet sich durch eine große Hangneigung und starke Besonnung aus. Angrenzend befinden sich weitere Fichtenbestände, die im Falle von zu erwartendem Borkenkäferbefall ebenfalls geräumt werden. So ist eine schrittweise Erweiterung des Bienenwaldareals angedacht.

Ein zweiter Pflanzabschnitt wurde auf einer nahegelegenen Hangfläche, die ebenfalls mit Fichten bestockt war, angelegt. Dort wurde die aufgelaufene Naturverjüngung bereits mit Schutzhüllen gesichert. Zusätzlich werden punktuelle Pflanzungen zur Gestaltung artenreicher Waldsäume sowie zur Vernetzung der einzelnen Flächen vorgenommen. Daraus soll langfristig ein Biotopverbund entwickelt werden, der vielen Tier- und Pflanzenarten sowohl Lebensraum als auch die Möglichkeit zur Ausbreitung bietet.

Auf den Bienenwaldflächen sind auch künftig Maßnahmen wie Pflege der jungen Bäume durch Freischneiden und Gießen, zusätzliche Pflanzung von Bäumen und Sträuchern, sowie die Erweiterung und Anlage neuer Pflanzabschnitte angedacht. Dabei ist die Unterstützung durch KiTa-Gruppen sowie Grundschulklassen erwünscht. Vorgesehen ist auch die Anlage von Ersatzbiotopen für Fledermäuse und Insekten wie beispielsweise Trockensteinmauern und überdachten Holzstapeln. Diese Maßnahmen werden im Rahmen von Arbeitseinsätzen mit freiwilligen Helfern und Gruppen wie Vereinen, Unternehmen, Grundschulklassen etc. durchgeführt.

Auf Exkursionen, Waldrallyes und Wanderungen stellt der Bienenwald schon jetzt einen wichtigen Themenschwerpunkt da. Auch in Umweltbildungsprojekten wie den Ganztagsangeboten wird der Bienenwald aufgegriffen.

Der Bienenwald bietet darüber hinaus die Grundlage für Projektarbeiten zu diversen Themen des Arten- und Naturschutzes sowie zu vielen weiteren forstspezifischen Themen. 

Baum- und Straucharten im Bienenwald

Winterlinde

 

Winterlinde (Tilia cordata)

Familie: Malvengewächse
Wissenswertes: Winterlinden können bis 1000 Jahre alt werden und Stammdurchmesser von zwei Metern erreichen.

Salweide

 

Salweide (Salix caprea)

Familie: Weidengewächse
Wissenswertes: Die Salweide ist eine der wichtigsten Bienentrachtpflanzen. Die Kätzchen erscheinen bereits lange vor dem Blattaustrieb.

Berahorn

 

Bergahorn (Acer pseudoplatnus)

Familie: Seifenbaumgewächse
Wissenswertes: Bergahorn kann bis zu 500 Jahre alt werden. Samen und Keimblätter des Bergahorns sind giftig.

Feldahorn

 

Feldahorn (Acer campestre)

Familie: Seifenbaumgewächse
Wissenswertes: Der raschwüchsige, strauchförmig wachsende Feldahorn ist ein wertvolles Vogelschutzgehölz und wird als Deckungspflanze in der offenen Feldflur genutzt.

Eberesche

 

Eberesche (Sorbus aucuparia)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: Die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, wird nur zwischen 80 und 100 Jahre alt. Ihre Früchte haben eine große Bedeutung für zahlreiche Vogelarten.

Wildapfel

 

Wildapfel (Malus sylvestris)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: Wildäpfel werden nur rund 100 Jahre alt und wachsen zumeist strauchförmig.Dank der dichten Verästelung dienen Wildapfel vielen Kleintieren als Versteck.

Wildbirne

 

Wildbirne (Pyrus pyraster)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: Die Äste der strauchförmig wachsenden Wildbirne sind dornenbesetzt. Aus der sogenannten Holzbirne wurden die heutigen Kultursorten gezüchtet.

Vogelkirsche

 

Vogelkirsche (Prunus avium)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: Die Vogelkirsche ist die Wildform der Süß-Kirsche. Wie der Name bereits verrät, sind die Früchte äußerst attraktiv für Vögel.

Schlehdorn

 

Schlehdorn (Prunus spinosa)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: Schlehdorn, auch unter den Namen Schwarzdorn oder Schlehe bekannt, ist ein weit verbreiteter, dorniger Strauch an Waldrändern und Feldgehölzen. Er wird von vielen Vogelarten gern als Nistplatz angenommen.

Wildrose

 

Wildrose (Rosa spec.)

Familie: Rosengewächse
Wissenswertes: In Deutschland gibt es viele heimische Wildrosenarten. Die Früchte des bedornten Strauches sind als Hagebutten bekannt und stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere dar.

Heckenkirsche

 

Heckenkirsche (Lonicera spec.)

Familie: Geißblattgewächse
Wissenswertes: Die Beeren des bis zu 3 Meter hohen Strauches sind für den Menschen giftig. Durch ihren stark verästelten Wuchs ist bietet die Heckenkirsche Unterschlupf für viele Tierarten.

Hasel

 

Hasel (Corylus avellana)

Familie: Birkengewächse
Wissenswertes: Der gemeine Hasel ist ein raschwüchsiger, bis zu 6 Meter hoher Strauch. Seine männlichen Kätzchen sind bereits ab Februar zu sehen. Seine Nussfrüchte werden von vielen Tierarten gern angenommen.

Roter Hartriegel

 

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Familie: Hartriegelgewächse
Wissenswertes: Die Früchte und Blätter des Roten Hartriegels sind für den Menschen giftig.