Blickkontakt zur jüngeren Generation - Palü und die Rheinländer Stutenherde

Aufmerksame Beobachtung und Pflege tragen dazu bei, eventuelle Altersbeschwerden frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Palü und Dominique, unsere beiden Landgut-Oldies, genießen ihren Lebensabend.

Die verantwortungsvolle Haltung und Pflege älterer Pferde muss den besonderen Bedürfnissen der Tiere gerecht werden.

Verantwortung statt Abstellgleis – unsere Pferde im Alter

Die tiergerechte Haltung älterer Pferde stellt Pferdebesitzer gleich vor mehrere Herausforderungen. Die aufmerksame Überwachung des Gesundheitszustandes spielt eine verstärkte Rolle. Besonderheiten, wie die Gabe von Zusatzfuttermitteln oder Medikamenten kommen mitunter dazu. Das allein kann in vielen Pensionsställen zum Dominique HProblem werden. Außerdem ist die tägliche Bewegung für den Erhalt von Gelenken und Muskulatur im Alter lebenswichtig und muss auch dann gewährleistet sein, wenn der Oldie vielleicht nicht mehr reitbar ist. Gleichzeitig ist die Unterbringung in einer gemischten Herde für ältere Tiere oft stressbehaftet. Nicht selten werden die Senioren von übermütigen jungen Herdenmitgliedern sogar bewusst in dem Wissen geärgert, sich aufgrund nachlassender Kräfte oder eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit nicht mehr richtig wehren zu können. Die Einzelhaltung ist keine Alternative, denn soziale Kontakte sind auch im Alter unerlässlich für das Wohlbefinden. Optimal ist daher die Haltung in einer kleineren Gruppe gleichaltriger Artgenossen mit ganzjährigem Auslauf und hochwertigem Grün- bzw. Raufutter ad libitum, um Futterneid vorzubeugen und jedem Pferd die Zeit zu geben, die es braucht, um entspannt zu fressen und satt zu werden. Die aufmerksame Beobachtung und ggf. Reaktion auf Veränderungen (Gewichtsverlust, Lahmheit, Wesensänderung usw.) kommt hinzu.

 

Dominique und Palü – unsere Landgut-Oldies

Nach vielen gemeinsamen Jahren mit seinem Menschen kommt trotz bester Pflege für jedes Pferd einmal die Zeit, in der die Leistungsfähigkeit nachlässt und erste Alterserscheinungen sichtbar werden. So war es auch bei unserer Rheinländerstute Dominique. Senioren am LGKSNach außen hin noch immer aufmerksam und lebensfroh, konnte sie mit dem Tempo der weitaus jüngeren Stuten in ihrer Herde einfach nicht mehr mithalten.

Um sie dem täglichen Stress nicht länger auszusetzen, wurde sie zunächst Beistellpferd für die Pferde, die aus dem einen oder anderen Grund vorübergehend nicht in der Herde stehen konnten. Aber auch das verursachte Unruhe, wann immer dieser eine Partner z. B. zum Reiten geholt wurde und Dominique allein bleiben musste. Zum Glück fand sich bald die perfekte Lösung: „Palü“, ebenfalls 20+, sollte seinen Lebensabend nach vielen erfolgreichen Jahren auf den Turnierplätzen fernab von der Hektik des Sportstalls genießen dürfen. Der freundliche dunkelbraune Wallach bezog gemeinsam mit Dominique einen großen Offenstall mit angrenzender Weidefläche. Es dauerte nicht lang und die beiden wurden unzertrennlich und sind es hoffentlich noch viele Jahre.

 

Ein Platz an der Sonne – Ihr Oldie am LGKS

Mit Dominique und Palü wurde unsere Seniorengruppe ins Leben gerufen. Wir möchten nun auch weiteren liebenswerten Oldies die Chance auf eine schöne Zeit nach dem aktiven „Berufsleben“ geben. Ganzjährig naturnahe Bewegungsmöglichkeiten an der frischen Luft, tägliche Betreuung, individuelle Fütterung und regelmäßige Pflege der Hufe durch den Schmied sind für uns selbstverständlich. Die kleine Herde lebt im Offenstall, Einzelboxen sind, wenn notwendig (z. B. aus medizinischen Gründen), vorhanden. Unsere Gastpferde können jederzeit besucht werden. Individuelle Absprachen hinsichtlich Fütterung und Betreuung sind möglich.

Wenn auch ihr langjähriger Partner einen Platz verdient hat, an dem er seinen Lebensabend genießen kann, rufen sie uns einfach an.

Ansprechpartner ist unser Pferdetrainer Marko Vogel. Tel: 0171 3318001