Die lange Nacht der Fledermaus

An diesem heißen Sommerabend trafen sich wieder viele kleine und große Fledermausinteressierte. Bei 35 Grad im Schatten begannen wir unsere Fledermausnacht mit einer interaktiven Fledermausgeschichte, bei der die Kinder ganz genau hinhören mussten. 
Nachdem Grundlegendes zum Thema Fledermaus behandelt wurde, konnten die verschiedenen Arten auf einem großen Plakat betrachtet und unterschieden werden. Besonders das Gesicht der kleinen Hufeisennase und der Mopsfledermaus blieben im Gedächtnis. Auch die verhältnismäßig riesigen Ohren des braunen Langohrs waren nicht zu verachten und brachten uns zum schmunzeln. 
Nach der Einführung ging es auf in den Wald - in den Bienenwald. Dort wurde einiges zu seiner Entstehung berichtet und gemeinsam seine Bedeutung für Fledermäuse und weitere Tierarten zusammengetragen. Der wichtigste Punkt war dabei, dass der Bienenwald durch die zahlreichen Insekten, die er anlockt, viel Nahrung für die Fledermäuse zur Verfügung stellt.
Angekommen am Schulwald ging es um die unterschiedlichen Fledermausquartiere, die zur Paarung, als Ruhestätte, zur Aufzucht der Jungen oder zur Überwinterung aufgesucht werden. An den vor uns stehenden Lärchen wurden schließlich auch die selbst gebauten und weit oben angebrachten Fledermauskästen entdeckt, die jedes Jahr vielen Fledermäusen Unterschlupf bieten. Im Anschluss wurden die Gefährdung und der Schutz der einzigen fliegenden Säugetiere diskutiert.
Auf dem Rückweg wurden auch die Fledermausdetektoren ausgepackt. Die Echoortung der Fledermäuse wurde näher erläutert und schließlich Töne im Ultraschallbereich gesucht. Da die Dämmerung allerdings noch etwas entfernt lag, zeigte sich noch keine Fledermaus. Bei der nächsten Fledermausnacht wird also das Aufspüren der nachtaktiven Bewohner im Vordergrund stehen. Den Termin dafür finden Sie rechtzeitig in unserem Veranstaltungskalender.