Hilfe! Die Fledermäuse sind los!!!

Die Bastelstube war prall gefüllt. Alle stanzten, klebten, schnitten und malten, was das Zeug hielt.

Am Basteltisch entstanden herrliche Lampions und verrückte Fledermausmasken.

3. Lange Nacht der Fledermaus

01.09.2018, 17-21 Uhr, LGKS

 

Der Nebel zog über die Felder des Landgutes und bedeckte die sonst so beeindruckende Sicht auf die Sächsische Schweiz. In dieser herbstlichen Atmosphäre hat sich eine Gruppe Wissbegieriger zusammen gefunden um mehr über die Fledermäuse unserer Region zu erfahren. In Sachsen kommen 20 Fledermausarten vor, das Müglitztal ist dabei durch seine abwechslungsreiche Landschaft und seine offenen Felsabschnitte ein Paradies für verschiedenste Fledermausarten. Besonders die seltene Mopsfledermaus und die Kleine Hufeisennase fühlen sich hier wohl.

Schaukasten mit FledermauspräparatenIn einem aufgestellten Schaukasten, der eine Leihgabe der NABU war, konnten alle Fledermausinteressierten die sächsischen Arten bestaunen. Während mit viel Hingabe kreative Fledermausmasken und Laternen gebastelt wurden, erzählte Manuela Egermann, die Umweltbildungsbeauftrage am LGKS, mehr über die Besonderheiten dieser Säugetiere, ihren Lebensrhythmus und die verschiedenen Unterschlupfmöglichkeiten, die besonders Haus- und Hofbesitzer ihnen bieten können. Die Broschüre „Fledermausquartiere an Gebäuden“, die kostenfrei beim Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bestellt werden kann, informierte über die unterschiedlichen Fledermausquartiere - von Fledermausbrettern an Außenwänden über Fledermausbehausungen unter der Hausverkleidung bis hin zu speziellen Dachbodenkonstruktionen. Die NABU bietet außerdem eine weitere Möglichkeit aktiv zu werden, in dem eine Patenschaft für bestehende Fledermausquartiere übernommen werden kann. Diese und weitere Informationen rund um die Fledermaus Fledermausnachtund die Naturschutz- und Umweltbildungsprojekte am LGKS konnten in Form von Flyern und Broschüren eingehender angeschaut und bei Interesse mitgenommen werden. Während sich die felligen Künstler der Lüfte wahrscheinlich tiefer in ihre Ritzen und Baumhöhlen verkrochen um dem regnerischen Wetter zu entgehen, diskutierten die großen und kleinen Besucher in der warmen Bastelstube die kennengelernten Schutzmöglichkeiten und erzählten von ihren Erfahrungen mit den nachtaktiven Säugetieren. Dabei gab es die eine oder andere lustige Geschichte zu hören und in voller Fledermaus-Euphorie verabschiedeten sich die Teilnehmer der 3. Langen Nacht der Fledermaus voneinander.  

2. Lange Nacht der Fledermaus

07.07.18, 19-22 Uhr, LGKS

 

Mit Anbruch der Nacht, im Zwielicht, das den Wald und die Felder umhüllt, erscheinen sie: Fledermäuse - die haarigen Herrscher der Lüfte. Als einzige Säugetiere, die den Himmel erobert haben, ziehen sie ihre Kreise auf der Suche nach Leckerbissen wie Spinnen, Nachtfalter und Insekten. 

Mit Fledermausdetektoren ausgestattet, wird heute eine Gruppe Mutiger den Abendsegler, die Zwergfledermaus und ihre Artgenossen treffen, denn zum zweiten Mal in diesem Jahr kommen Interessierte, Lange Nacht der Fledermausdarunter einige Kinder mit ihren Eltern, zur Langen Nacht der Fledermaus auf das Landgut Kemper & Schlomski. Doch bevor alle in den Wald aufbrechen, erzählt Forstwissenschaftler Jacob Richter einiges zum Leben der einheimischen Fledermäuse und was sie in unserer Kulturlandschaft gefährdet. Gleichzeitig wird rund zum Thema Fledermaus gebastelt und gerätselt. Doch besonders die Buttonmaschine hat es den kleinen Fledermausinteressierten angetan. Auf dem Weg zum Wald begegnen der Gruppe bereits erste Fledermauslaute, die durch die Detektoren hörbar gemacht werden. Anhand der Frequenz ihrer Rufe kann Jacob Richter genau zuordnen, welche Fledermausart denn da unterwegs ist. Als sich dann die luftigen Gestalten mit ihren ledrigen Flügeln zeigen, sind alle gefesselt. Fasziniert und mit neuen Eindrücken, welche besonderen, einheimische Tiere in unserer Landschaft zuhause sind, verabschiedet Jacob Richter alle Fledermausinteressierten.

 

1. Lange Nacht der Fledermaus

02.06.2018, 18-21 Uhr, LGKS

FledermausWenn es dunkel wird, die Dämmerung langsam herein bricht, dann – mit ein bisschen Glück, kann man die ersten entdecken. Sie flattern lautlos, schnell und kurvenreich. Dabei orientieren sie sich mit Ultraschall und umfliegen kunstvoll jedes Hindernis. Der nächtliche Luftraum gehört ihnen und trotzdem sind es keine Vögel, sondern Fledermäuse, eine ganz besondere und geheimnisvolle Art unter den Säugetieren.
Die erste Lange Nacht der Fledermaus in diesem Jahr beginnt auf dem Kinderfest in Großröhrsdorf. Begeistert informieren sich die kleinen und großen Besucher über die Fledermaus und gestalten tolle Buttons. Danach wird der Informations- und Bastelstand am Abend an den idyllischen Teich am Landgut verlegt wird. Ein großer Pavillon schützt die Gäste vor den letzten Sonnenstrahlen des warmen Tages, während darunter fleißig Rätsel gelöst und Lampions gebastelt werden. Der Forstwissenschaftler Jakob Richter nimmt sich Zeit alle Fragen ausführlich zu beantworten und erklärt mit der untergehenden Sonne die Funktionsweise der Fledermausdetektoren. Außerdem erzählt er über die Arten, die an diesem Abend zu erwarten sind. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit können der Abendsegler und die Zwergfledermaus beobachtet werden. Mit etwas mehr Glück ist auch eine Sichtung der seltenen und geschützten Mopsfledermaus, sowie der kleinen Hufeisennase im Müglitztal möglich.
Fledermaus Mit den Detektoren ausgestattet bewegt sich die Gruppe langsam auf den Wald zu und Dank der elektronischen Helfer dauert es nicht lange, bis die ersten Zwergfledermäuse zu hören sind. Im Flug sind sie gut zu erkennen, wenngleich sie mit zusammen gefalteten Flügeln in eine Streichholzschachtel passen. Später am Waldrand gibt es noch Abendsegler und Breitflügelfledermäuse zu hören und zu sehen.
Auf dem Weg zurück, beobachten alle gespannt die letzten Tiere bei ihrem kunstvollen Flug und die erste Lange Nacht der Fledermaus geht zuende.