Ponyreiten auf den Pferden der Wikinger

Morgensport im Camp am Hirschberg

Biwakieren auf den weitläufigen Wiesen des LGKS

Autor Fred Hageneder verzaubert die Zuhörer mit seinem Harfenspiel

Natur pur! Das Ehemaligen-Treffen von Wildniswandern mit Biwak am Landgut

Sie wandern auf schmalen Wegen nach Karte und Kompass, nächtigen im Schlafsack unter freiem Himmel und transportieren alles Notwendige für ihre Touren auf dem Rücken. Fern von den Touristenrouten genießen sie die Schönheit der Natur mit den einfachsten Mitteln. Weil solche eindrücklichen Erlebnisse verbinden und um die entstandenen Freundschaften zu pflegen, veranstaltet das Team von „Wildniswandern“ ein alljährliches Ehemaligen-Biwak für seine Teilnehmer.

Geselliges Miteinander im CampDiesmal zog es die Naturliebhaber ins Osterzgebirge, zur Tausendjährigen Eibe und dem Schlottwitzer Eibenwald. Den Anstoß hierfür gab Buchautor Fred Hageneder, der seit seiner Jugend die Kulturgeschichte, Mythologie, Brauchtum und Religion rund um die Bäume erforscht. Die lange geplante gemeinsame Veranstaltung konnte nun, am letzten Septemberwochenende in diesem Jahr, umgesetzt werden. Dank des Heimatvereins Schlottwitz war der ideale Übernachtungsort schnell gefunden und vermittelt. Die Wiesen des LGKS bieten einen Zeltplatz mit fantastischen Blick in die Sächsische Schweiz und erlauben einen schnellen Zustieg zu den gut gepflegten Wanderwegen rund um den Lederberg.

Unsere Wildniswandergäste halten es gern einfach. Wer beim Treffen dabei sein möchte, kommt einfach vorbei und bringt etwas zum gemeinsamen Kochen mit. Und so waren alle Beteiligten gespannt, wie viele Naturliebhaber wohl am Freitagnachmittag eintreffen würden. Fast vierzig Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus Österreich schlugen noch am selben Abend ihre Zelte auf der großen Pferdeweide am Hirschberg auf. Nach Einbruch der Dunkelheit eröffnete Fred Hageneder das Themenwochenende zur Eibe mit einer berührenden Lesung, zu der sich auch Interessierte aus der Region eingefunden hatten. Nicht nur das Lagerfeuer und der Tee aus dem großen Kessel schützten an diesem Abend vor der kühlen Nachtluft, auch das soziale Miteinander erwärmte die Gemüter. So eingestimmt ging es am Samstag mit dem Naturprogramm weiter. Während die einen Achate und Amethyste aufspürten oder einfach ausspannten, war für die mitgereisten Kinder ein besonderes Erlebnis geplant. Auf sie wartete eine Ponyreitstunde Die jungen Wildniswanderer bei der Reitstunde auf den Fjordpferdenauf unseren Fjordpferden. Geduldig ließ Elitestute Lissla die jungen Gäste auf ihrem Rücken reiten und voltigieren und trug die Mutigen im flotten Trab über den Reitplatz. Am Nachmittag folgte dann der Höhepunkt des Wochenendes, die Führung mit Fred Hageneder durch den Schlottwitzer Eibenwald. Große zusammenhängende Eibenvorkommen sind hierzulande selten und allen Teilnehmern war schnell klar, welches Kleinod sie vor sich haben. Die alten Eiben mit ihren knorrigen Wuchs, hängenden Ästen und eigenen Charakter, ließen niemanden unberührt und so fand jeder Wanderer „seine“ Eibe, die zu ihm spricht. Zum Abschluss bestätigte Fred Hagender das Gefühl mancher Teilnehmer, dass die Eibe es vermag, tief in uns verborgene Gefühle jeder Art hervorzuholen. Dank seiner Denkanstöße sind an diesem Nachmittag alle dem Geist der Bäume ein Stück näher gekommen.

Wir danken den Organisatoren Birgit Vogt und Matthias Blaß von Wildniswandern für die unkomplizierte Kommunikation und allen Campern für das gesellige Miteinander an diesem Wochenende und freuen uns auf weitere Veranstaltungen dieser Art am Landgut.

Wie man in Einklang mit der Natur reisen kann, haben die Wildniswanderer uns an diesem Wochenende gezeigt. Nach ihrer Abreise ließ sich nicht mehr erahnen, wo sie ihr Camp aufgeschlagen hatten. Auch von der großen Feuerstelle war nichts mehr zu sehen, als wären sie nie da gewesen.