Das ist er: Unser neuer Neigungskurs Schulwald mit Projektleiterin Bärbel Kemper, Forstwissenschaftlerin Kerstin Heyne und Lehrerin Careen Berthold

FÖJlerin Celine baut und befüllt mit den Jugendlichen mehrere Insektenhotels, die später einen Platz im Schulwald finden werden.

FÖJler Carsten erweitert mit den starken Jungs unser Amphibienbiotop, das vom Wild bereits ausgiebig genutzt wird.

Hier wird aufgeräumt - Sorgfältig befreien unsere Kursteilnehmerinnen das Silvoretum von Neophyten

Bevor die alten Grenzsteine kartiert werden können, müssen sie erst einmal gefunden werden - eine knifflige Aufgabe für unsere Jungs

Wissenswertes zur Kleinen Hufeisennase und zum Großen Mausohr erklärt Kerstin Heyne den interessierten Schülern.

Nach der Bestimmung der Art werden die Bäume im Silvoretum von den Schülern mit Schildern versehen.

Mit Hilfe unserer Experten und der mitgebrachten Bestimmungsbücher erfahren die Schüler Wissenswertes zu gefundenen Pflanzen und Insekten

Gemeinsam mit Naturschutzexperten Karl-Heinz Rehn legen die Schüler einen Totholzhaufen an, der Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten wird.

Willkommen im Schulwald! Bärbel Kemper und Kerstin Heyne begrüßen die neuen Kursteilnehmer im Silvoretum.

Erkundungsexkursion im Schulwald 2015

Mit dem Auftakt ins Schuljahr 2015/16 vor zwei Wochen geht der Neigungskurs Schulwald am LGKS mit vierzehn neuen Gesichtern nun in die dritte Runde. Die motivierten Jugendlichen der Goethe-Oberschule in Pirna starten gemeinsam mit Lehrerin Careen Berthold an einem frühherbstlichen Dienstag zur ersten großen Exkursion in den Schulwald.

Schüler im SilvoretumNach dem steilen Aufstieg über den Doktorgraben gibt es im Silvoretum erst einmal eine kleine Verschnaufpause, in der Projektleiterin Bärbel Kemper die "Neuen" begrüßt und gemeinsam mit Forstwissenschaftlerin Kerstin Heyne die verschiedenen Aufgaben vorstellt. Es steht allerhand auf dem Programm, um Pflanzen- und Tierwelt zu erkunden und etwas für den Erhalt und die Entwicklung ihrer Vielfalt zu tun. In mehrere Gruppen aufgeteilt geht es gleich darauf frisch ans Werk.

Unsere starken Jungs machen sich unter Anleitung von FÖJler Carsten mit Schaufeln und Spitzhacken an die Erweiterung des Amphibienbiotops. Dank einer in der Nähe angebrachten Wildkamera konnte die rege Nutzung des Biotops durch verschiedene Wildarten im Vorfeld beobachtet werden. Durch die Erweiterung der Gesamtfläche und einer Abflachung der Ränder sollen noch mehr Arten die Möglichkeit bekommen, dieses Waldbiotop zu nutzen.

Bau der InsektenhotelsFÖJlerin Celine unterstützt die Schüler währenddessen beim Bauen und Befüllen von Insektenhotels, die später ihren Platz im Schulwald finden werden. Zwei Schülerinnen sorgen durch das Zurückschneiden der Holundersträucher im Silvoretum für neues Füllmaterial.
Naturschutzexperte Karl-Heinz Rehn, der bereits mehrere Exkursionen und naturkundliche Wanderungen im Schulwald geleitet hat, betreut die Schüler fachkundig beim Anlegen eines Totholzhaufens und beim Entfernen der Neophyten, die sich im Silvoretums angesiedelt hatten.

Seine Bestimmungsbücher wie gewohnt zur Hand, macht Herr Rehn die Jugendlichen außerdem immer wieder auf verschiedene Pflanzen, Pilze und Insekten aufmerksam, die nebenbei bestimmt werden. Er hilft er ihnen auch, die verschiedenen Baumarten im Silvoretum zu erkennen und mit hölzernen Schildern zu kennzeichnen. Für die jungen Weißtannen, die außerhalb des Wildzaunes gefunden werden, baut er gemeinsam mit den Schülern Kürassiere als Schutz vor Wildverbiss.

Bestimmung der Baumarten im SilvoretumForstwissenschafterin Kerstin Heyne erläutert Wissenswertes zu den Lebensgewohnheiten der im Schulwald beheimateten Fledermausarten: der Kleinen Hufeisennase und dem Großen Mausohr. Mehrere von Schülern gebaute Fledermauskästen hängen schon im Schulwaldareal, einen weiteren bringt Frau Heyne nun unter den Blicken der interessierten Jugendlichen in luftiger Höhe an.

Parallel dazu bereiten einige Schüler schon den Boden für die nächsten Unterrichtsstunden: Sie sammeln Blätter verschiedener Pflanzenarten und legen sie noch vor Ort behutsam in große Pflanzenpressen. In den kommenden Wochen werden daraus Bestandteile eines Herbariums entstehen. Zwei Jungs kartieren indes eifrig die alten Grenzsteine des Rittergutes Weesenstein. Darauf aufbauend werden die Schüler später etwas über die historische Bedeutung und Nutzung des Waldgebietes erfahren.

Nach getaner Arbeit steht fest: Alle haben an diesem Vormittag eine ganze Menge geschafft und gelernt. Das gemeinsame Grillen zum Abschluss einer Exkursion ist inzwischen längst zur lieb gewonnenen Tradition geworden und so wandern Schüler und Betreuer auch an diesem Tag zusammen zum Landgut, wo Herr Thömel am Grill sie bereits erwartet.

Abschiedsgrillen am LGKSSchon früh am Morgen haben unsere FÖJler die Scheune mit Zweigen, Moos und Zapfen forstlich geschmückt. Zwischen dem Blattwerk sitzen Fuchs, Marder und Waschbär als lebensechte Tierpräparate, die dem LGKS als Anschauungsobjekte für diesen Tag zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt entsteht so eine gemütliche und ansprechende Atmosphäre, die die Schüler nutzen, um während und nach dem Essen Gedanken auszutauschen und Fragen an ihre Betreuer loszuwerden, bevor es mit dem Bus zurück nach Pirna geht.

Wir freuen uns über diesen rundum gelungenen Start in den neuen Neigungskurs und auf ein Jahr mit diesen engagierten und naturschutzinteressierten Schülerinnen und Schülern.