Die vierten Klassen der Benjamin-Geißler-Grundschule Liebstadt beim gemeinsamen Frühstück

Am Naturschutzteich des LGKS ist viel Raum für Entdeckungen

Natur ganz nah - Das Stockentenpaar lässt sich nicht aus der Ruhe bringen

Der Storch muss genau hinhören um die quakenden Frösche zu erhaschen

Die Schüler halten ihre Beobachtungen in Bleistiftskizzen fest

Exkursion Lebensraum Wasser - Frühling am Teich

April, April, der weiß nicht, was er will. Nach den ersten warmen Frühlingstagen waren die Tage und Nächte in der letzten Aprilwoche noch einmal empfindlich kalt. Aber das hält weder die Natur noch die wetterfesten Liebstädter Grundschüler auf, die für eine Teichexkursion zum Landgut gekommen sind.

Kaulquappen im Teich des LGKSDas Leben am und im Wasser ist Bestandteil des Lehrplanes der beiden vierten Klassen der Benjamin-Geißler-Grundschule. Am Landgut können die Kinder ihre theoretischen Kenntnisse durch Beobachten und Anfassen anschaulich vertiefen. Vor dem Frühstück geht es daher mit Kerstin Heyne zum kleinen Landgutteich, der 2007 renaturiert wurde. Am Wasserüberlauf testen die Schüler die Wassergüte und sind von dem klaren und geruchlosen Teichwasser überzeugt.  Schnell ist auch die Wasserpest als wichtiger Sauerstofflieferant identifiziert.
Am großen Naturschutzteich ist anschließend viel Raum für Entdeckungen. In Kleingruppen suchen die Schüler nach den ersten Blüten am Teich und auf den artenreichen Wiesen und halten die Pflanzen in einer Skizze fest. Im Wasser gibt es reichlich Froschlaich und die ersten Kaulquappen zu bestaunen. Besonders spannend sind die Posthornschnecken, die sich im flachen Uferbereich in großer Zahl ausgiebig beobachten lassen. Ein Stockentenpaar zeigt sich an diesem Vormittag unbeeindruckt von der lauten Kinderschar und schwimmt dicht bis an die Gruppe heran.

Die Grundschulkinder fertigen Naturskizzen auf den Wiesen des LGKS anMit Bewegungsspielen trotzen Kinder und Betreuer den niedrigen Temperaturen: Weil der hungrige Storch die Frösche und Kröten im Teich nur schlecht sehen kann, wird er mit einer Augenbinde versehen. Damit seine Jagd dennoch erfolgreich verläuft, müssen die ausgewählten Frösche laut quaken. Die anderen Kinder ziehen einen Kreis um den Storch und die Frösche und markieren so die Teichgrenze. Dabei wird der Storch oft so laut angefeuert, dass er die quakende Beute kaum noch hört.
Vor dem Mittagessen folgen die Schüler einem kleinen Bachlauf im Wald des LGKS bis in das Tal nach Schlottwitz. Auf dem Weg gibt es zahlreiche natürliche Feuchtstellen zu sehen. An den neu angelegten Waldteichen betätigen sich die Kinder als Spurensucher. Wildschwein, Reh und Dachs haben Fährten im feuchten Boden hinterlassen.
So viel Bewegung macht hungrig, aber schon bald nach dem Mittagessen kehren die Lebensgeister in die quirligen Schüler zurück, die sich in der Scheune eine Strohschlacht liefern, bevor der Bus sie zurück zur Schule bringt.