FÖJlerinnen Anna und Sophie führen die Schüler durch das Waldareal

Gespannt warten Schüler und Betreuer auf den Start der Exkursion

Um die Blätterpressen zu füllen, muss viel Material zusammengetragen werden

Ist ein phänologischer Punkt gefunden, wird die Waldentwicklung mit einem Foto doku-mentiert

Im Grünen Klassenzimmer ist Zeit zum Verschnaufen, was vor allem Hofhund Hamlet freut

Erste Erkundungsexkursion im Schuljahr 2014/15

Die Erkundungsexkursion Anfang des Schuljahres ist das erste Highlight im Neigungskurs Schulwald der Goethe-Oberschule Pirna. Gemeinsam wird das Schulwaldareal des Landgutes Kemper & Schlomski erkundet und tatkräftig mit angepackt. Für den ersten Ausflug hätten wir uns kein schöneres Wetter wünschen können und so waren alle Teilnehmer in der besten Stimmung als Bärbel Kemper, Initiatorin des Schulwaldprojektes, die Teilnehmer willkommen hieß. Nachdem die Schüler geduldig für Fotos Modell gestanden hatten, konnte der Aufstieg zum Schulwald beginnen.

In drei Gruppen aufgeteilt, mit Karte und etwas Spürsinn, wurden die entlang der Hauptwege liegenden „Phänologischen Punkte“ aufgesucht und durch Fotos dokumentiert. Über die nächsten Jahre kann damit die Waldentwicklung in einzelnen Beständen und an Waldrändern gut nachvollzogen werden. Nachdem die Schüler beim rasanten Aufstieg die Betreuerinnen Birte Peisker, Kerstin Heyne (Forstwissenschaftlerinnen und Betreuerinnen des Neigungskurses) sowie die FÖJlerinnen am Landgut, Anna und Sophie, beinahe hinter sich gelassen haben, war im „Grünen Klassenzimmer“ des Silvoretums Zeit zum verschnaufen.

Zum Schutz der jungen Eichen vor Verbiss durch Rehwild werden sie von den Schülern mit Kürassieren versehen.Da es niemanden lange auf den Bänken hielt, ging es gleich mit praktischen Aufgaben weiter. Während eine Gruppe das frisch gesammelte Blattmaterial in Pflanzenpressen konservierte, machten sich einige Schüler auf, um das Silvoretum (Waldgarten) von unerwünschtem Bewuchs zu befreien. Mit Handschuhen und Sicheln ausgestattet, stellten alle schnell fest, dass dies keine leichte, sondern eine sehr stachelige Aufgabe ist. Um die Eichenverjüngung im nahegelegenen Lärchenaltbestand vor Verbiss durch Rehwild zu schützen, versahen die Schüler ausgewählte Bäumchen mit Kürassieren (einem Vollschutz aus Metall).

„Bodenkunde zum Anfassen“ war das Motto am Rande des Silvoretums. Hier soll erstmalig eine begehbare Bodengrube angelegt werden, um die Abfolge der einzelnen Bodenhorizonte erlebbar zu machen. Die Jungs waren trotz des steinigen Bodens mit Feuereifer dabei und so wurde aus den ersten Spatenstichen schnell eine beachtliche Grube. Im Silvoretum wurden unterdessen die Insektenhotels in Stand gesetzt. Im vorigen Jahr aufgehängt, bedürfen die Nisthilfen regelmäßiger Pflege und Nachbesserung, da Vögel die Hölzer gern als Nistmaterial nutzen. Die Schüler verfüllten die Insektenhotels neu, indem sie Holunderzweige passend zurecht schnitten.

Viele Teilnehmer waren begeistert von der Pilzvielfalt im Schulwald, welche von der feuchtwarmen Witterung der letzten Tage begünstigt wurde. Lehrerin Frau Careen Berthold ließ es sich nicht nehmen, einen Eimer voll Speisepilzen zu sammeln. Der Wald zeigte sich an diesem spätsommerlichen Septembertag von seiner schönsten Seite und so verging die Zeit wie im Flug und schon bald musste die Gruppe zum Landgut aufbrechen. Auf dem Weg zum Hof bestaunten alle die tolle Aussicht bis in die Sächsische Schweiz und streichelten die Fjordpferd-Fohlen aus dem aktuellen Zuchtjahrgang des Landgutes Kemper & Schlomski. Damit sich die fleißigen Helfer nicht mit leeren Mägen auf den Heimweg machen mussten, wartete in der forstlich dekorierten Scheune ein Imbiss. Gemeinsam genossen alle Teilnehmer Bratwürstchen, Kuchen und Eis und tauschten sich über die Erlebnisse der letzten Stunden aus.

Das Landgut Kemper & Schlomski bedankt sich bei den Schülern des Neigungskurses Schulwald, Frau Berthold und allen Helfern für den gelungenen Auftakt im neuen Schulwaldjahr und freut sich über die rege Mitarbeit und die vielen neuen Ideen für die kommenden Monate.