FÖJlerin Anna bringt die Wildkamera an der Suhle an

Der Waldrucksack der Jägerstiftung Natur + Mensch

Ein Reh wechselt durch den Wald des LGKS

Schnappschüsse unserer Wildkamera

Seit März 2015 hängt die Wildkamera, aus dem von Wolfgang Milcke gespendeten Waldrucksack, an der Suhle fernab der Wege im Wald des Landgut Kemper & Schlomski. Die schönsten Aufnahmen unserer heimischen Tierwelt werden regelmäßig hier veröffentlicht.

Waschbären sind gute Kletterer

08.08.2018 21.40 Uhr

Eine Waschbärenfamilie ist zur Dämmerung unterwegs. Die Jungen kommen im April zur Welt und werden bis zum Herbst in ihrem Familienverband bleiben, dem der Rüde als Einzelgänger außen vorsteht. Im Herbst trennen sie sich voneinander. Die Weibchen bleiben in der Nähe ihrer Ver-wandten, die männlichen Jungtiere ziehen in weit entfernte Gebiete. In sehr kalten Wintern finden alle Jungen zur gemeinsamen Winterruhe zusammen. 

Rehwild im Liebesrausch

30.07.2018 6.38 Uhr

Die Paarungszeit des Rehwildes, auch Brunft oder Blattzeit genannt, findet von Mitte Juli bis Anfang August statt. Das weibliche Rehwild setzt spezielle Duftstoffe frei und lockt so Rehböcke an. Wenn ein Bock die Ricke aufgespürt hat, kommt es zur Hetzjagd. Sie flüchtet bei Annäherung - letztendlich in immer enger werdenden Kreisen. Bei Zwischenhalten beschnuppert der Bock ausgiebig den Schürzenbereich seiner Auserwählten. Er stellt der brunftigen Ricke oft lange nach bis er sie zu decken vermag.

Schwarzwild ist von Natur aus tagaktiv

21.07.2018 7.56 Uhr

Eine Bache zieht mit ihren Frischlingen auf der Suche nach Fressbarem wie Wurzeln, Insekten und Würmern durch das Unterholz des Buchenwaldes.

Ursprünglich ist Schwarzwild tagaktiv. Jedoch fühlt es sich durch die Besiedlungen und Eingriffe des Menschen oft gestört, so dass es sein Verhalten angepasst hat und nun oftmals in der Dämmerungs- und Nachtzeit unterwegs ist.

Spielende Jungfüchse

17.07.2018 08.10 Uhr

Ende März bis Mitte Mai kommen die Jungen der Füchse im Fuchsbau zur Welt. Schon mit zwei Monaten fangen die Jungfüchse an allein oder gemeinsam mit ihren Geschwistern auf Erkundungstouren zu gehen. Besonders in den Morgenstunden sind sie sehr aktiv.

Wie wahrscheinlich alle Kinder, raufen sich auch die Jungfüchse gerne und lernen so spielerisch Angriff und Verteidigung.

Damwild erkennen

11.07.2018 16.07 Uhr

Das weibliche Damwild ist an seinen weißen Flecken im rotbraunen Sommerkleid von der größeren Rotwildkuh zu unterscheiden. Auffällig ist auch der Aalstrich, der in den schwarzen Wedel übergeht. Am Hinterteil weist der sog. Spiegel eine weiße Färbung auf, die schwarz umrahmt wird. Im Winter ist der Spiegel ein sicheres Erkennungszeichen, da die weiße Punktierung verblasst und sich das Fell dunkler färbt.

Wildkamera

22.05.2018   05.15 Uhr

Diese kleine Wildschweinfamilie ist auf der Suche nach Futter, wenngleich die Frischlinge drei Monate lang gesäugt werden.
Nach der Rauschzeit der Wildschweine und einer Tragzeit von fast vier Monaten kommen im Durchschnitt sieben Jungtiere zur Welt. Viel mehr könnte die Bache auch nicht versorgen, denn sie besitzt zwar zehn Zitzen, kann aber nur in acht davon Milch einschießen lassen.

 

Wildkamera

19.05.2018   19.36 Uhr

Bevor die Paarungszeit des Rehwilds Mitte Juli beginnt, werden die Reviere der Böcke abgesteckt. In dieser Zeit kann es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommen, die mit Imponiergehabe, Drohgebärden und tatsächlichen Kämpfen ausgefochten werden. Der Unterlegene verlässt dann gesenkten Hauptes das Revier.

Wildkamera 95 Dachsfamilie

26.03.2018   13.58 Uhr

Ein steiler Flug hoch in die Luft, eine plötzliche Flügelbewegung und ein Klatschgeräusch tönt durch die Luft. Dieses eher seltsam anmutende Verhalten der Ringeltauben, kann man im Frühjahr beobachten. Es gehört, wie nicht anders zu erwarten, zum Balzverhalten der Tiere. Die Männlichen Tauben versuchen so, ihren Saisonpartner zu beeindrucken.

Wildkamera 95 Dachsfamilie

19.03.2018   07.47 Uhr

Eine ganze Reihe von Vögeln überwintert hier bei uns, dazu gehört auch dieser Geselle mit einer braunen Kappe und schwarzen Ohrenschützern. Damit ist er recht einfach von seinem Kollegen dem Haussperling zu unterscheiden. Wie es sein Name verrät, lebt der Feldsperling auf landwirtschaftlichen Flächen aber auch in lichten Wäldern und ernährt sich von Sämereien und Getreidekörnern.

Wildkamera 95 Dachsfamilie

10.01.2018   07.50 Uhr

Die männlichen Nachkommen von Rehen werden Bockkitze genannt. Schon im ersten Lebensjahr wird ein erstes kleines Geweih gebildet. Dabei handelt es sich um kleine Knöpfe oder Spieße ohne Rosen (Knochenwucherungen am Stirnbein). Anschließend stößt der Bock das Gehörn im Januar oder Februar wieder ab. Mit dem Alter von 12 Monaten wird dann das Erstlingsgehörn mit Rosen gebildet.

Wildkamera 95 Dachsfamilie

17.12.2017   16.30 Uhr

Normalerweise bewegen sich Rehe allein durch ihre Reviere. In der kalten Jahreszeit kann das Rehwild aber in kleinen oder auch größeren Gruppen zusammen stehen - die nennt man Sprünge. Die Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich. Auf Feldern kann die Größe eines Sprungs bis zu 12 Einzeltiere betragen.

Wildkamera 95 Dachsfamilie

15.12.2017   22.21 Uhr

Die Paarungszeit der Wildschweine wird Rauschzeit genannt. Die findet zwischen November und Februar statt. Die weiblichen Tiere bestimmen den Beginn der Paarungszeit indem sie "rauschig" werden. Sollte der Wurf der Bache verloren gegangen sein, kann sie auch außerhalb der herkömmlichen Rauschzeit Empfängnisbreitschaft signalisieren. 

Wildkamera 95 Dachsfamilie

15.06.2017   01.38 Uhr

Eine Dachsfamilie ist gerade auf der Suche nach einem nächtlichen Imbiss. Die kleineren Jungtiere wurden wahrscheinlich Mitte März geboren und entdecken seit gut einem Monat die Welt außerhalb des Baus. Die Mutter führt die Jungen an gute Futterplätze und animiert sie zum Suchen und Graben nach Nahrung. 

Wildkamera 94 Buntspechtjunges

02.06.2017   07.30 Uhr

In dieser Baumhöhle versteckt sich ein Junges vom Buntspecht. Der Buntspecht ist mit etwa 23 cm Körperhöhe ein recht kleiner Vertreter der Spechte. Er kommt in Eurasien und Nordafrika vor und bewohnt Wälder, Parks und baumreiche Gärten. 

Wildkamera 93 Kuschelnde Frischlinge

01.06.2017   23.09 Uhr

Die Frischlinge sind noch nicht in der Lage ihre Körpertemperatur zuverlässig selbstständig zu regulieren, daher finden sich die jungen Wildschweine gerne zu solch einem Gruppenkuscheln zusammen. In den ersten Lebenstagen übernimmt auch die Bache das Wärmen der Kleinen im Wurfkessel. 

Wildkamera 92 Säugende Bache

29.05.2017   23.22 Uhr

"Die Milchbar ist geöffnet" heißt es bei diesen Frischlingen. Eine Bache besitzt fünf bis sechs Zitzen je Seite, davon sind jedoch nur je vier Milchgeben. So können höchstens 8 Frischlinge optimal mit Milch versorgt werden. In den ersten Lebenstagen der Frischlinge wird durch Beißereien eine Saugordnung ausgefochten. 

Wildkamera 91 Ricke mit Kitz

04.05.2017   06.52 Uhr

Erstmals in diesem Jahr zeigt sich eine Ricke mit ihrem Kitz vor der Kamera. Obwohl die Kitze bereits nach kurzer Zeits der Mutter folgen könnten, bleiben sie etwas drei bis vier Wochen in der Deckung zurück. Täglich wechseln sie die Liegeplätze und sind durch ihre Fellzeichnung gut vor Fressfeinden getarnt. 

Wildkamera 90 Waschbär

22.04.2017   04.29 Uhr

Die possierlichen Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika und sind seit etwa Mitte des 20. Jahrhunders auch in Europa anzutreffen. Die  vorwiegend nachtaktiven Allesfresser sind sehr gute Kletterer und verbringen den Tag meist schlafend in Baumhöhlen. 

Wildkamera 89 Rehbock komplett verfegt

26.03.2017   17.29 Uhr

Bei diesem Rehbock ist der Prozess des Fegens komplett abgeschlossen, das Gehörn ist schön glatt. Beim Fegen verletzt der Bock die Rinde von jungen Bäumen und Sträuchern. Die austretenden Baumsäfte sorgen dafür, dass das Gehörn seine typisch gelb-braune Färbung erhält. 

Wildkamera 88 Bache Rehböcke verfegen

18.03.2017   17.43 Uhr

Ist die Geweihentwicklung voll abgeschlossen und die stark durchblutete Haut, die das Gehörn umhüllt, der sogenannte Bast beginnt abzusterben und juckt, reiben die Rehböcke es an jungen Bäumen und Sträuchern, um den Bast los zu werden. Das nennt man fegen. Ältere Tiere verfegen bereits ab März, wie links im Bild, bei jüngeren Tieren dauert es bis in den Mai hinein. 

Wildkamera 85 Bache mit Frischlingen

06.03.2017   7.18 Uhr

Der Nachwuchs vom Schwarzwild wird recht früh im Jahr geboren. Ab Mitte Februar bis in den Mai hinein bringen die Bachen zwei bis neun Frischlinge zur Welt. Dazu legt sie den sogenannten Wurfkessel, ein Nest aus Moos und Gras, an und bleibt etwa ein bis drei Wochen in der Nähe dieses Nests. Die Bachen verteidigen ihre Jungtiere vehement gegenüber Allen, die ihnen zu nahe kommen.

Wildkamera 84 Bock im Fellwechsel

05.03.2017   15.49 Uhr

Am struppig wirkenden graubraunen Winterfell des Rehbocks erkennt man, dass er sich bereits mitten im Fellwechsel befindet. Am Zeitpunkt des Fellwechsels kann der Jäger eine etwaige Altersschätzung abgeben, denn ältere Individuen sind später mit dem Fellwechsel fertig als Jüngere. Mit Abschluss des Fellwechsels zeigen Rehe eine rotbraune Färbung des Sommerfells. 

Wildkamera 86 Hase

05.03.2017   8.03 Uhr

In großen Sprüngen huscht der Feldhase vorüber. Er ist Bewohner offener und halboffener Landschaften und ist so auch in lichten Waldbeständen anzutreffen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft in Europa ist der Bestand rückläufig. Auf den extensiv bewirtschafteten artenreichen Grünlandflächen des LGKS findet der Feldhase ausreichend Nahrung. 

Wildkamera 87 Rehwild und Dachs

04.03.2017   19.32 Uhr

Völlig entspannt äst das Rehwild in der abendlichen Dunkelheit und lässt sich auch vom vorüberstreifenden Dachs auf Futtersuche nicht stören. Dachse gehören zu den Raubtieren, jedoch ernähren sie sich nicht ausschließlich von Fleisch. Fallobst und Samen gehören ebenso zum Nahrungsspektrum wie ihre Leibspeise Regenwürmer und große Insektenlarven. 

Wildkamera 83 Bock im Bast

04.02.2017   11.03 Uhr

Rehwild bildet im Winter die Geweihstangen aus. Hier ist gut erkennbar, dass das Geweih von einer haarigen, stark durchbluteten Haut, dem Bast, umhüllt ist.

Wildkamera 82 Eichelhähr

01.02.2017   13.31 Uhr

Der Eichelhähr gehört zu den Rabenvögeln und ist gut an seinem auffällig flatternden Flug und den blauen Federn an den Schwingen erkennbar.

Wildkamera 80 Mäusebussard

04.01.2017   13.48 Uhr

Zwei Mäusebussarde haben etwas Interessantes entdeckt. Im Winter finden sich die Greifvögel nicht selten in kleinen Gruppen zusammen. Der Jungvogel im Vordergrund ist gut am helleren Gefieder erkennbar.

Wildkamera79 Einhornbock

16.12.2016   6.08 Uhr

Der Einhorn-Rehbock ist auch schon richtig in Weihnachtsstimmung, er hat sich festlich mit trockenem Laub geschmückt. Ungewöhnlich ist, dass er die Geweihstange zu dieser Jahreszeit noch trägt. Sicherlich wird sich das in den nächsten Tagen ändern. 

Wildkamera78 Pinselbock

03.12.2016   0.50 Uhr

Nach dem die Rehböcke im Spätherbst ihre Geweihstangen abgeworfen haben, sind sie von den Ricken nur schwer zu unterscheiden. Hier fällt die Unterscheidung jedoch leicht, da der Pinsel gut sichtbar ist. Als Pinsel bezeichnet der Jäger das längere Haarbüschel am Penis vom Schalenwild (Paarhufer).

Wildkamera 77 Rotte beim Schlammbad

17.11.2016   11.31 Uhr

Das gut isolierende Winterfell aus dichter Unterwolle und borstigem Deckhaar ist im November bereits voll ausgebildet, sodass sich das Schwarzwild auch in der kalten Jahreszeit nicht scheut, ein ausgiebiges Schlammbad zu nehmen. Die sehr sozialen Tiere genießen den Badespaß für gewöhnlich im Familienverband, der Rotte.

Wildkamera 76 Rehsprung

13.11.2016   09.23 Uhr

Rehwild bildet im Herbst Verbände (Sprünge), deren Zusammensetzung und Größe von der Bestandsdichte, dem Geschlechterverhältnis, den Merkmalen des Lebensraums und dem Nahrungsangebot abhängig sind. In Waldrevieren können, aufgrund von guter Deckung und hohem Nahrungsangebot die Sprünge aus zwei bis vier Tieren bestehen, in offenen Agrarlandschaften bilden sich meist deutlich größere Verbände.

Wildkamera 75 Bock mit Abwurfstange

12.11.2016   18.58 Uhr

Geweihe werden jährlich neu gebildet. Der Rehbock wirft seinen Kopfschmuck bereits im Spätherbst ab. Geschieht das nicht zeitgleich, kann man ein "Einhorn" durch den Wald streifen sehen. Abwurfstangen sind laut Bundesjagdgesetz Eigentum des Jagdausübungsberechtigten. Sammler sollten sich daher die Genehmigung des Jagdpächtes einholen um sich nicht der Wilderei schuldig zumachen.

Wildkamera 74 Dreistangenbock

31.10.2016   22.36 Uhr

Eine Laune der Natur zeigt sich in dieser Woche an der Wildkamera. Aufgrund von ein oder mehreren zusätzlichen Rosenstöcken (Geweihansatz) kann es zu einer “echten” Drei- oder Mehrstangigkeit kommen. Aber auch Verletzungen an den Rosenstöcken können zu einer zusätzlichen Stangenbildung führen.

Wildkamera 73 Marderhund im Doppelpack

25.10.2016   02.50 Uhr

Nachdem die mit 10 Monaten geschlechtsreifen Jungtiere im September eigene Wege gehen, beginnt im Spätherbst bei den Marderhunden bereits die lebenslange Paarbildung. Die Paarungszeit der monogam lebenden Neozoen (Neubürger) liegt im Januar/Februar des Folgejahres.

Wildkamera 72 Dachs im Doppelpack

20.10.2016   20.32 Uhr

Bei grimmigen Temperaturen und einer geschlossenen Schneedecke halten Dachse eine Winterruhe, die wenige Tage oder mehrere Wochen dauern kann. Während dieser Zeit verlassen sie jedoch den Bau, um Kot abzusetzen und Nahrung zu suchen. Durch die geringe Nahrungsverfügbarkeit sinkt ihr Gewicht über den Winter jedoch drastisch. Diese beiden Dachse fressen sich im Herbstwald Fettreserven an von denen sie später zehren.

Wildkamera 71 Muffelwidder

13.10.2016   20.48 Uhr

Mit seinem ausgeprägten Gehörn fällt der Muffelwidder auf. Die sogenannten Schnecken wachsen in den ersten vier Lebensjahren stark, später dann schwächer zu. Ein Schlauch kann eine Gesamtlänge von 80 cm erreichen. Die sichere Altersbestimmung ist bei gutem Licht anhand der Jahresrillen möglich. Diese Einkerbungen entstehen durch den verlangsamten Stoffwechsel in den Wintermonaten.

Wildkamera 70 Baummarder

20.09.2016   23.11 Uhr

Marder sind behände Kletterer, wobei der Baummarder dem Steinmarder ("Dachbodenmarder") in Sprunggewalt und Schnelligkeit überlegen ist. Kopfüber abwärts kletternd und mit Sprüngen bis zu vier Metern, erbeutet er auch die flinken Eichhörnchen. Der überwiegend nachtaktive Einzelgänger lebt in strukturreichen ausgedehnten Waldgebieten, wo er Höhlungen in alten Bäumen als Unterschlupf nutzt.

Wildkamera 69 Marderhund

13.09.2016   23.35 Uhr

Der Marderhund zieht zur Nahrungsaufnahme, ähnlich wie der Dachs, gemächlich sammelnd durch sein Streifgebiet. Der Speiseplan des Allesfressers variiert in Abhängigkeit der Jahreszeit und besteht bei Jungtieren zum überwiegenden Teil aus Insekten. Adulte Marderhunde bevorzugen kleine Wirbeltiere, Amphibien und Aas. Im Sommer und Herbst ist der Anteil der pflanzlichen Kost in Form von Früchten, Beeren und Eicheln besonders hoch.

Wildkamera 68 Eichhörnchen

14.08.2016   08.46 Uhr

Das Eichhörnchen, auch Eichkatz(er)l genannt, ist ein geschickter Kletterer. Problemlos erklimmt es Bäume und auch raue Fassaden. Durch sein geringes Gewicht gelangt es auf die dünnsten Äste und kann in Baumkronen so jeden Verfolger abhängen und sich mit einem bis zu 5 Meter weiten Sprung in den nächsten Baum retten. Am Boden ist es weniger flink und wird leicht von Hunden und Katzen ergriffen.

Wildkamera 67

30.07.2016   05.39 Uhr

Wildschafe (Mufflons) stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Das Zypern-Mufflon ziert, stellvertretend für die Natur, die 1,- 2- und 5-cent Euro-Münzen der Insel. Zu Beginn des 20. Jh. wurde das Mufflon in den Gebirgslandschaften Mitteleuropas eingebürgert. Die standorttreuen Tiere halten sich überwiegend im Wald und nur selten in der freien Landschaft auf.

Wildkamera 66

11.07.2016   23.43 Uhr

Auch in diesem Jahr ist ein geflecktes Schweinchen unter den Frischlingen. Das vermutlich durch Kreuzung mit Hausschweinen vererbte Flecken-Gen tritt nur selten in Erscheinung. Desto mehr erfreut uns der Anblick der kunterbunten Schweinefamilie.

Wildkamera 65 Frischlinge

12.07.2016   21.05 Uhr

In diesem Sommer umfasst die Mutterfamilie acht Frischlinge. Seit Mai haben sie deutlich an Gewicht zugelegt. Bald werden sie ihre Streifen verlieren, wenn das wollig weiche Frischlingsfell gegen die ersten widerstandsfähigeren Borsten ersetzt wird.

Wildkamera 64

05.07.2016   23.14 Uhr

In der von Beobachtungen geprägten Jägersprache heißt die Schnauze des Wildschweines Wurf. Der Keiler demonstriert hier mit einem Stubben anschaulich, woher der Begriff stammt. Den eigentlichen Vorgang der Nahrungssuche nennt man Brechen. Mit ihren massigen Schädeln durchwühlen die Allesfresser mühelos den Boden und brechen sogar Kaninchenbaue auf.

Wildcam 63 Marder auf Baumstumpf

25.06.2016   21.32 Uhr

Nachdem er im Mai der Kamera den Rücken gekehrt hat, posiert der Baummarder in dieser Woche auf einem Baumstumpf für ein Photo. Am hellen Kehlfleck sind sowohl Baum- als auch Steinmarder zu erkennen, wobei der Baummarder eine gelbliche Kehle ("Gelbkehlchen") besitzt und der Steinmarder sich durch einen weißen Kehlfleck auszeichnet, der bis auf die Vorderbeine gegabelt ist.

Wildcam 62 Waldhase

15.06.2016   

Obwohl es sein Name verspricht, hält sich der Feldhase keineswegs nur in der freien Landschaft auf. Auch die angrenzenden Gehölzstreifen und Wälder, in denen ausreichend Gräser, Kräuter, Blätter und Blüten als Nahrungsgrundlage vorhanden sind bewohnt er. Ausschließlich im Wald lebende Hasen werden oft als "Waldhasen" bezeichnet. Im Naturschutzwald des LGKS sind die Hasen nicht nur dämmerungsaktiv, sondern auch tagsüber unterwegs.

Wildcam 61 brechende Sauen

03.06.2016   06.03 Uhr

Was jedem Gartenbesitzer die Haare zu Berge stehen lässt, ist dem Förster hochwillkommen: Schwarzwild bei der Bodenverwundung. Auf der Suche nach Eicheln, Bucheckern und Insektenlarven wühlen die Schweine den Oberboden mit der oft trockenen Laubstreuauflage auf. Die anfliegenden Früchte der Waldbäume gelangen so direkt in den feuchten Mineralboden und können dort ungestört keimen. Die Schweine sind also wahre Geburtshelfer.

Wildcam 60

25.05.2015   06.38 Uhr

Der Fellwechsel dieses Rehbocks ist fast abgeschlossen und die typische schlanke Gestalt kommt zum Vorschein. Rehe wiegen zwischen 20 und 30 kg, je nach Ernährungszustand. Das Körpergewicht ändert sich auch in Abhängigkeit der bewohnten Klimazone. Rehe im Norden Europas sind durchschnittlich schwerer als südeuropäische Rehe.

Wildcam 59 Maeusebussard

19.05.2015   12.02 Uhr

Mäusebussarde sind überwiegend reviertreu, sodass die Brutpaare ein Leben lang zusammenbleiben können. Ein Gelege der zu den Habichtartigen zählenden Greifvögeln besteht aus 3 bis 4 Eiern. Von den ausgeflogenen Jungvögeln überlebt nur die Hälfte das erste Lebensjahr. In Zeiten mit Nahrungsknappheit erhöht sich der Anteil nicht brütender Bussarde.

Wildcam 58 Marderartiger

13.05.2015   02.34 Uhr

Ein Vertreter der Familie der Marder erkundet die Suhle. Der Größe nach zu urteilen könnte es sich bei dem Nacht- schwärmer um einen Baummarder oder einen Iltis handeln. Anhand des Fotos lässt sich die Art nicht einwandfrei fest- stellen. Fast allen Mardern gemein ist der lang gestreckte, gedrungene Körperbau. Lediglich Dachs und Vielfraß, die ebenfalls zu den Echten Mardern zählen, besitzen ein stämmiges, eher plumpes Äußeres.

Wildcam 57 Reh im Fellwechsel

11.05.2015   07.38 Uhr

Auf den ersten Blick mag sich der Leser bei diesem Reh fragen, ob etwas mit dem Tier nicht in Ordnung ist. Das zerzauste Haarkleid ist im Frühjahr jedoch normal, da sich der Wechsel vom graubraunen Winterhaar zum rotbraunen Sommerfell sehr auffällig vollzieht. Der Fellwechsel beginnt meist an Kopf, Träger und Widerrist und setzt sich anschließend über den restlichen Körper fort.

Wildcam 56 führende Bache mit Frischlingen

01.05.2016   20.46 Uhr

Die Wildschweinrotte hat Nachwuchs. Für die nächsten drei Monate werden die Frischlinge von der Mutter gesäugt. Waldbesucher sollten bedenken, dass führende Bachen in dieser Zeit ihren Nachwuchs vehement verteidigen. Auch zum Schutz anderer Jungtiere halten sich Tierfreunde im Frühjahr an die ausgeschilderten Wege und leinen ihre Hunde an.

Wildcam 55 Misteldrossel

30.04.2016   08.15 Uhr

An den rundlichen Flecken auf der hellen Brust sind Drosseln gut zu erkennen.  Die Misteldrossel ist die größte europäische Drossel. Ihr Gesang ähnelt dem melodischen Ruf der Amsel, jedoch mit deutlich kürzeren Strophen. Ihren Namen verdankt sie den Beeren der Mistel, von denen sie sich neben anderen Früchten im Winter ernährt.

Wildcam 54 Waldkauz

21.04.2016   20.39 Uhr

Der Waldkauz ist ein Jäger der Nacht und der lang gezogene Gesang des Männchens („Huh-Huhuhu-Huuuh“) aus Gruselfilmen bekannt. Sein Flug hingegen ist lautlos und sein Gehör exzellent. Wühlmäuse und Echte Mäuse machen einen Großteil des Beutespektrums aus. Aber auch Wanderratten und Kaninchen kann der große Vogel schlagen.

Wildkamera 53

16.04.2016   03.02 Uhr

Die Augenmaske und ein geringelter Schwanz (Lunte) verrät den Waschbär. Der zu den Kleinbären zählende Neubürger breitet sich seit dem 20. Jahrhundert in Deutschland aus, nachdem einzelne Tiere aus Gehegen entwischten.

Wildkamera 52

12.04.2016   04.32 Uhr

Der Schädel des Wildschweins wirkt sehr massig und der kurze Hals ist kaum zu erkennen. Deshalb können sich die Schwarzkittel an keiner Körperstelle mit den Zähnen pflegen. Bei jungen Schweinen wie diesem wirkt der Schädel zudem noch lang gezogen, während er im Alter zunehmen kürzer aussieht.

Wildkamera 51 Lichterschweine

12.02.2016   00.08 Uhr

"Lichter" nennen JägerInnen die Augen des Schalenwilds. Ob wohl ein Anblick wie dieser den Begriff geprägt hat? Man mag es fast glauben. Verantwortlich für das Leuchten ist das tapetum lucidum ("leuchtender Teppich"), eine Schicht hinter der Netzhaut. Sie wirft das Licht zurück auf die Netzhautzellen und verbessert so die Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen.

Wildkamera 50 Dachs-Duo

25.01.2016   21.43 Uhr

Der Dachs hält Winterruhe, die nicht zu einer drastischen Einschränkung der Körperfunktionen führt. Zur Nahrungssuche und zum Kot absetzen verlässt er zeitweilig, besonders bei milden Temperaturen, den Bau, wie dieses dynamische Dachs-Duo zeigt. Im Januar und Februar werden auch die Jungen geboren, die den Bau erst im Frühjahr verlassen.

Wildkamera 49 Hauptschwein

12.01.2016   00.17 Uhr

Vorurteile über Schweine 1.02: „Das dumme Schwein“

Wildschweine erkennen sich selbst im Spiegel und verstehen, dass ihre Umwelt darin reflektiert wird. Außer den Wildschweinen stellen nur Schimpansen, Orang-Utans, Elefanten, Delfine und Elstern diesen Zusammenhang her. Alle anderen Tierarten denken, ihnen schaut ein Artgenosse entgegen.

Wildkamera 48 Winterfuchs

03.01.2016   21.33 Uhr

Im Januar und Februar geht der Fuchs auf Brautschau. Während der so genannten Ranzzeit, folgt der Rüde der Fähe um den richtigen Zeitpunkt für die Paarung nicht zu verpassen. Paart sich das Weibchen mit verschiedenen Männchen, können die Jungfüchse eines Wurfs verschiedene Väter haben. Eine Kreuzung von Fuchs und Haushund ist nicht möglich.

 

Wildkamera 47 Waldhase

14.12.2015   16.45 Uhr

Ein Feldhase streift in der Dämmerung durch den Wald. Anders als Kaninchen leben Feldhasen oberirdisch und sind außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger unterwegs. Hasen sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Gräsern, Kräuter, Knopsen und Blüten, aber auch Knollen, Wurzeln und Getreide. Im Winter wird die Rinde junger Bäume als Äsung angenommen.

 

Wildkamera 46 Kolkrabe

06.12.2015   10.15 Uhr

Dank seiner Anpassungsfähigkeit ist der bis 1940 durch menschliche Verfolgung in Mitteleuropa fast ausgerottete Kolkrabe wieder weit verbreitet. Die intelligenten großen Singvögel mit dem metallisch schimmernden schwarzen Gefieder treten in Sagen und Mythen sowohl aus Unglücksbote als auch als Freund des Menschen auf und gelten als Symbol für den Winter.

 

Wildkamera 45 Mäusebussard

24.11.2015   14.02 Uhr

Der Mäusebussard ist einer unserer häufigsten Greifvögel und auch oft zu sehen, wenn er auf Ansitzwarten entlang von Straßen auf Verkehrsopfer hofft. Während seine Oberseite meist kaffeebraun ist, variiert die Färbung auf der Unterseite von schwarzbraun bis fast weiß (frz. buse variable). Bei den gedrungenen Vögeln sieht Herr Bussard aus wie Frau Bussard.

 

Wildkamera 44 Marderhund

12.11.2015   02.22 Uhr

Der Marderhund, oder Enok, welcher zu den echten Hunden zählt, ist ein Neubürger (Neozoon) in Europa. Einst wegen seines Fells ein Westrussland ausgesetzt, breitete er sich über Osteuropa aus und wurde erstmals in den 60er Jahren in Deutschland gesichtet. Hier fühlt er sich ebenso wohl, wie in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet im östlichen Sibirien, China und Japan.

 

Wildkamera 41 Gruppen Schlammbad

06.11.2015   14.43 Uhr

(Wild)schweine sind sehr soziale Tiere. Körperkontakt ist ihnen wichtig, deshalb ist auch kein Schlammloch zu klein, wenn man gerne Zeit miteinander verbringt.

 

Wildkamera 42 Sauen Gruppenbild vor Kamera

06.11.2015   14.44 Uhr

Vorurteile über Schweine 1.01: „Das dumme Schwein“

– Professor Stanley Curtis von der Penn State University, brachte Schweinen bei, Gegenstände auseinanderzuhalten und diese auf Verlangen zu holen. Die Schweine konnten sich noch Jahre später daran erinnern. Ihre Konzentrationsfähigkeit übersteigt die von so manchem Menschenaffen.

Wildkamera 43 Flecki Schlammbad Vorher-Nachher

06.11.2015   14.45 Uhr

"Flecki“ fällt unter ihren grau-braunen Artgenossen auf wie ein bunter Hund. Aber Tarnung ist alles und dauert nur wenige Sekunden. Schwarzwild ist eben in vielerlei Hinsicht anpassungsfähig.

 

Wildkamera 40 Schlammbad

03.11.2015   10.34 Uhr

Im November ist der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell abgeschlossen. Feines Wollhaar unter den borstigen Deckhaaren lässt die Schweine plüschig wirken und sorgt für eine gute Wärmeisolation. Auch wenn Wildschweine in der kalten Jahreszeit weniger von Insekten geplagt werden, halten sie doch an ihrem Komfortverhalten fest und genießen eine Schlammpackung.

Wildkamera 39 badendes Wildschwein

11.10.2015   19.40 Uhr

Morastiger Boden sei das entscheidende Kriterium für eine gute Suhle, tiefes Wasser spielt keine Rolle, heißt es immer. Richtig ist, dass Schwarzwild Schlamm für seine Körperpflege benötigt. Dennoch schlagen die Sauen ein Vollbad nicht aus, wie unsere Kamera jede Woche aufs Neue bestätigt. Selbst bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gehen die Schweine auf Tauchstation.

Wildkamera 38 Herbststimmung mit Reh

03.10.2015   14.40 Uhr

Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, … – wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat – : dann ist die fünfte Jahreszeit. Nun ruht es. Die Natur hält den Atem an ... 

Kurt Tucholsky

Wildkamera 37 Knopfbock

19.09.2015   06.04 Uhr

Viele Bockkitze formen in den ersten drei bis vier Lebensmonaten kleine, knopfförmige Spießchen. Dieses Erstlingsgeweih wird bereits im Dezember/Januar verfegt und gleich darauf das Folgegehörn geschoben. Dieses variiert von Knöpfen (Knopfbock), über Spieße, bis zu Sechserstangen.

Wildkamera 36 Keiler beschriftet

12.09.2015   00.39 Uhr

Der Keiler ist von einer Bache am zuverlässigsten durch den deutlich sichtbaren Pinsel zu unterscheiden. Der Körperbau insgesamt kann täuschen, denn alte starke Bachen wirken kräftiger als junge Keiler. Auch der massigen Schädel alter starker Keiler ist kein eindeutiges Indiz, um einen Keiler von einer ähnlich starken Bache zu unterscheiden.

Wildcam 35

28.08.2015   05.09 Uhr

Ein Familienfoto an der Suhle.

Obwohl die in diesem Jahr geborenen Frischlinge mächtig gewachsen sind, bezeichnet man sie noch bis zum 31. März des Folgejahres als solche. Ab April werden die jungen Schweine für ein Jahr zum Überläufer, bevor der Jäger ab dem dritten Lebensjahr Bachen und Keiler unterscheidet.

23.08.2015   21.35 Uhr

Schwarzwild ernährt sich neben tierischer Nahrung überwiegend von energiereichen Pflanzen und sucht hierbei vor allem nach Eicheln, Bucheckern aber auch Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln. Auf der Suche nach Nahrung wirft es den Oberboden auf und schafft so ein Keimbett für Wald- bäume. Im Grünland jedoch verursacht die Wühlaktivität enorme Schäden. Auch Blumenzwiebeln verschmäht es zum Leidwesen von Gärtnern nicht.

04.08.2015   16.26 Uhr

Ehemals ein scheuer Waldvogel, ist die Ringeltaube dem Menschen in Siedlungsgebiete gefolgt, wo sie erfolgreich brütet. Von den vier heimischen Taubenarten (Ringel-, Hohl-, Turtel-, und Türkentaube) ist sie die größte und durch den auffälligen weißen Halsfleck, der ab dem dritten Lebensmonat erscheint, nicht zu verwechseln.

31.07.2015   01.19 Uhr

Füchse gehören zur Familie der Hunde und werden wiederum in zwei Gattungsgruppen unterteilt. Anden- und Falklandfuchs sehen zwar fuchsähnlich aus, zählen aber zur Gattungsgruppe der echten Hunde. Der europäische Rotfuchs, der Polarfuchs und auch der Fennek (Wüstenfuchs) gehören zur vielfältigen Gattung der echten Füchse, die von den kältesten bis zu den heißesten Gebieten der Erde alle Klimazonen besiedeln!

27.07.2015   07.03 Uhr

Unterhalten sich zwei Waidmänner, verstehen Nichtjäger oft nur Bahnhof, denn die Jägersprache ist eine Fachsprache, welche sich seit dem 12. Jahrhundert entwickelt und bis heute Bestand hat. Vielen Begriffen liegen genaue Naturbeobachtungen zugrunde.

Mit den großen Lauschern „vernimmt“ das Reh gut, was in seiner Umgebung vor sich geht, nur „äugen“ ist nicht seine Stärke.

17.07.2015   20.57 Uhr

Einen Monat nach der letzten Aufnahme hat das Kitz die Fleckenzeichnung verloren. Obwohl es sich schon selbst ernährt, löst sich die Mutterfamilie (Ricke und Kitz) erst im nächsten Jahr zwischen März und Mai auf. Nach dem Abwandern bleibt das Schmalreh meist im Sommergebiet des Muttertiers und schließt sich im Herbst wieder der Ricke und deren Kitzen an. Aus verwandten Tieren entsteht so eine Rickensippe, die im Winter einen Sprung bildet.

12.07.2015   06.07 Uhr

Die Rotfuchsfähe „wölft“ im März/April drei bis sechs Welpen, die sie zunächst im Bau aufzieht. Nun, nach neun Wochen und einigen Erkundungstouren der Welpen, zieht das Muttertier mit den Jungfüchsen aus. Diese lernen nun auf die Pirsch zu gehen. Noch sind sie, wie die meisten Jungtiere, neugierig und unbedarft. Ende August löst sich der Familienverband auf und die Jungfüchse gehen eigene Wege.

02.07.2015   20.53 Uhr

In Deutschland werden jährlich ca. 500.000 Sauen gestreckt, Tendenz steigend. Jahrelang wurde die Reproduktionsleistung des Schwarzwildes unterschätzt, das in der intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft reichlich energiehaltige Nahrung und Deckung findet. Den Schäden im Acker- und Grünland steht die positive Wirkung im Wald gegenüber. Schwarzwild vertilgt dort forstschädliche Insektenlarven und Mäuse.

28.06.2015   03.09 Uhr

Die Vorliebe für Wasser ist bei den Mardern, zu denen auch der Europäische Dachs gehört, unterschiedlich ausgeprägt. Während Otter und Nerz perfekt an das Leben an Gewässern angepasst sind, meiden Dachse Feuchtgebiete. Obwohl sie im Notfall schwimmen können umgehen sie Flüsse oder nutzen umgefallene Bäume als Brücke. Einen kühlen Trunk aus unserem Tümpel verschmäht der Dachs jedoch nicht.

20.06.2015   22.57 Uhr

Im Rahmen der diesjährigen Naturschutz-Exkursion haben die Schüler der Goethe-Oberschule im Bereich der Suhle einen Waldteich angelegt. Schon nach dem ersten Regen sammelte sich klares Wasser in dem kleinen Tümpel, der nun auch an warmen Sommertagen nicht austrocknet.

Während sich im Wasser selbst Insekten und Amphibien ansiedeln, ist der Randbereich des Feuchtbiotops bei Warmblütern heiß begehrt. Zahlreiche Vögel besuchen die Feuchtstelle und besonders die Wildschweine genießen den tiefen weichen Schlamm, der hier nicht so leicht austrocknet. Wer wird wohl nächste Woche vorbei schauen?

 

14.06.2015   17.24 Uhr

Etwa vier Wochen nach der Geburt begleitet das Rehkitz die Ricke und beginnt Grünfutter aufzunehmen. Diese Nahrungsumstellung wird von der Ricke gefördert, indem sie das Säugen bald nur noch zweimal täglich erlaubt. Nach etwas zehn Wochen ist das Jungtier vollständig auf Grünäsung umgestellt. In einem Monat wird die bereits undeutliche Fleckenzeichnung ganz verschwunden sein.

04.06.2015   18.00 Uhr

Sieht man im Mai/Juni (Setzzeit) ein Reh aufgeregt aus einer Wiese in Richtung Waldrand springen, dann handelt es sich vermutlich um eine Ricke, die ihr Kitz im hohen Gras abgelegt hat. Über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen sucht sie das Jungtier nur zum Säugen auf - eine sichere, als auch energiesparende Variante der Aufzucht, wäre da nicht die Heuernte. Unser Wildscheuchenwettbewerb schafft Abhilfe!

01.06.2015   04.31 Uhr

Wildschweine leben in Rotten mit ausgeprägten Sozialstrukturen. Die Tiere einer Rotte sind meist miteinander verwandt und handeln die Rangordnung schon ab dem Frischlingsalter aus. Dabei wird gekabbelt, geschubst, zugeschnappt und gestoßen. Zu ernsthaften Verletzungen kommt es aber nicht, schließlich haben Wildschweine eine dicke Schwarte.

Oftmals geht es aber friedlicher zu als auf diesen Bildern, denn (Wild)Schweine haben ein ausgesprochenes Bedürfnis nach Körperkontakt. Nicht nur bei Frischlingen, die sich gegenseitig warmhalten, ist das sogenannte Kontaktliegen oft zu beobachten.

 

 

 

 

25.05.2015   01.30 Uhr

Den scheuen nacht-und dämmerungsaktiven Dachs bekommt selbst der geduldigste Waldbesucher kaum zu sehen. In Märchen und Fabeln tritt er daher als ruhiger, bedächtiger Geselle auf. In Johann Wolfgang Goethes Versepos „Reineke Fuchs“ wird der beredsame Grimbart in diplomatischer Mission ausgesandt und überredet den Schwerenöter Reineke dazu, seine Sünden zu beichten.

14.05.2015   10.56 Uhr

Rehe drücken sich bei Gefahr zunächst ins Unterholz, denn sie sind keine eleganten Läufer. Um sich schnell fort zubewegen, springt das Reh. Dabei stößt es sich mit den Hinterbeinen ab und landet fast zeitgleich mit Vorder- und Hinterläufen indem es den Rücken stark krümmt. Herz und Lunge des Rehs sind verhältnismäßig schwach und lassen schnelle Flucht nur über kurze Distanzen zu.

09.05.2015   02.28 Uhr

Sowohl der Dachs als auch der immer häufiger auftretende Waschbär tragen eine „Maske“ im Gesicht. Diese verläuft beim Waschbären quer über die Augen und beim Dachs von der Schnauze bis zu den Ohren, wie hier gut zu erkennen ist.

05.05.2015   05.11 Uhr

Im Wald des LGKS gibt es nicht nur einen gefleckten Frischling, sondern auch eine Bache mit exotischem Äußeren. Vermutlich stammt sie aus einem früheren Wurf der derzeit führenden Bache. An diesem Morgen hält sie für ein Porträt inne.

04.05.2015   19.12 Uhr

Nicht zum ersten Mal fotografiert die Wildkamera den „Waldhasen“, doch meist ist er zu schnell unterwegs für ein scharfes Bild. Als ehemalige Steppenbewohner nutzen Feldhasen neben dem offenen Feld auch Hecken, Feldhaine und lichte Wälder als Tagesunterschlupf.

01.05.2015   15.09 Uhr

Der Eichelhäher kommt regelmäßig zum Baden. Der Singvogel gehört mit einer Körperlänge von bis zu 35 cm zu den mittelgroßen Rabenvögeln. Sein Gefieder ist auffällig kontrastreich, besonders an den blau-schwarz gebänderten Federn am Flügel ist er leicht zu erkennen. In seinem Verbreitungsgebiet Eurasien variiert seine Erscheinung jedoch stark. Bisher sind 70 Unterarten bekannt.

28.04.2015   21.04 Uhr

In der verregneten Gewitternacht überhört der Fuchs das leise Klicken der Kamera und wir bekommen das erste Mal ein scharfes Bild von Reinecke. Im Gegensatz zu seinen Verwandten im städtischen Raum ist der Waldfuchs sehr scheu und reagiert irritiert auf die Kamera.

25.04.2015   23.09 Uhr

Ein Wildschwein wartet, bis es mit dem Schlammbad an der Reihe ist. Wildschweine bevorzugen für ihre Körperpflege Suhlen mit schlammigen, nicht zu nassen Stellen. Auch beim Hausschwein gehört das Suhlen zum Komfortverhalten.

24.04.2015   21.18 Uhr

Bei den Dachsen unterscheidet sich das größere Männchen kaum vom kleineren Weibchen. Dachse können bis zu 90cm lang und 14kg schwer werden. Die Baubewohner haben einen gedrungenen Körperbau und kräftige Grabpfoten mit langen Krallen.

23.04.2015   00.30 Uhr

Die Frischlinge haben den Wurfkessel verlassen und folgen nun ihrer Mutter. Neben seinen gestreiften Geschwistern sticht das gefleckte Schweinchen heraus. Das Flecken-Gen wird auf die Kreuzung von Wildschweinen mit Hausschweinen zurückgeführt, welche früher auf Waldweiden gehalten wurden. Die Flecken treten nur sehr selten in Erscheinung. Eine tolle Entdeckung!

22.04.2015   07.10 Uhr

Zwischen März und April wechseln die Rehe vom Winter- ins Sommerkleid. Das lange graue Winterfell fällt büschelweise aus, wie bei diesem Rehbock. Darunter kommt das rötliche Sommerfell zum Vorschein.

14.04.2015   21.27 Uhr

Keck schaut das Wildschwein in die Kamera. So ein Schlammbad ist eine Wohltat! 

Mit Puschelohr und dem munteren Blick fasziniert das Schwarzwild Jäger seit Jahrhunderten. Und so mancher Waidmann hat sich an den schlauen Geschöpfen schon die Zähne ausgebissen.

14.04.2015   21.26 Uhr

Das Gesäuge der Bache ist deutlich sichtbar, sie führt Frischlinge. Die Jungtiere werden zwischen März und Mai geboren und verbleiben in der ersten Woche mit dem Muttertier im Geburtskessel. Dieser wird von der Bache an einem geschützten Ort dick mit Laub und Gras ausgepolstert.

09.04.2015   21.18 Uhr

Zur Ordnung der Eulen gehören zwei Familien, die Schleiereulen und die größere Familie der Eigentlichen Eulen. Vom Uhu mit 1,80 Meter Flügelspannweite bis zum winzigen Sperlingskauz kommen bei den Eigentlichen Eulen alle Größen vor. Zudem besiedeln die leisen Flieger (fast) alle Kontinente.

29.03.2015   21.30 Uhr

Eine Rotte Wildschweine hat sich in der Suhle eingefunden. Schwarzwild ist an wasserreiche Lebensräume gebunden, denn es braucht neben Trinkwasser auch Feuchtstellen zur Körperpflege. Zudem sind Wildschweine hervorragende Schwimmer, die auch Bäche und Seen überqueren.

28.03.2015   15.16 Uhr

Wo versteckt sich das zweite Schwein? In schwach bejagten Gebieten ist das Schwarzwild noch tagaktiv. Im Bild erkennt man den mit Schlamm beriebenen „Malbaum“, der den Wildschweinen zur Körperpflege dient.

26.03.2015   01.36 Uhr

Ein Dachs sucht im weichen Boden der Suhle nach Insekten. Im Frühjahr besteht seine Hauptnahrung zur Hälfte aus Regenwürmern. Die gedrungene Gestalt mit der schwarz-weißen Kopfzeichnung ist typisch für den nachtaktiven Waldbewohner.

25.03.2015   23.54 Uhr

Wasserpfützen in der Suhle haben einen Kauz angelockt. Das feine Gehör des nachtaktiven Jägers, der zur Ordnung der Eulen gehört, nimmt sogar das fast lautlose Klicken der Wildkamera wahr und schaut  noch einmal ganz genau hin.

19.03.2015   08.27 Uhr

Ein junger Bock streift durch die Suhle. Das männliche Reh lässt sich gut am Spiegel, dem nierenförmigen Fleck am After, erkennen. Der Spiegel einer Ricke ist herzförmig.

18.03.2015   10.40 Uhr

Im Winterhalbjahr finden sich die sonst einzeln lebenden Rehe zu Verbänden, den so genannten Sprüngen zusammen. Dieses Verhalten spart Energie in der nahrungsarmen Jahreszeit. Spätestens im Mai lösen sich die Sprünge auf.